GM-Entscheidung Nervosität in Rüsselsheim
Frankfurt am Main - "Die Gespräche machen gute Fortschritte. Das Ergebnis werden wir aller Voraussicht nach im Dezember bekannt geben können", sagte ein mit den Verhandlungen vertrauter Mitarbeiter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der amerikanische Automobilhersteller verhandelt mit seinen europäischen Töchtern zurzeit wegen eines Sanierungsplans.
Allerdings sollten zunächst nur die Entscheidungen über zwei von drei großen Diskussionspunkten öffentlich gemacht werden. GM werde Umfang und Art des Personalabbaus sowie Details zum Standortsicherungsvertrag für das Werk Rüsselsheim bekannt geben, heißt es in dem Bericht. Die Entscheidung, ob Rüsselsheim oder das schwedische Werk Trollhättan von 2008 an die Mittelklasse (Opel Vectra und Saab 9-3) bauen dürfe und was mit dem unterliegenden Werk geschehe, falle vermutlich ebenfalls schon im Dezember. GM wolle zu diesem Punkt jedoch erst im Januar Stellung nehmen.
Der Personalabbau wird laut FAZ nach bisherigem Verhandlungsstand kaum unter den angekündigten Zahlen bleiben. GM hatte für Europa die Kürzung von 12.000 Stellen - davon 10.000 in Deutschland - angekündigt. Als schwierigster Punkt erweise sich die Art des Arbeitsplatzabbaus, der fast vollständig bis Ende 2005 erfolgen solle, berichtet das Blatt weiter. Ohne betriebsbedingte Kündigungen werde dies nicht möglich sein, meine GM.
Der Betriebsrat wolle betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen um jeden Preis verhindern, berichtete die Zeitung. Am heutigen Montag will der Aufsichtsrat von Opel in Rüsselsheim über den Fortgang der Gespräche informieren. Gleichzeitig würden die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung fortgesetzt.