Google-Coup Aus dem Stand in den Olymp
New York - Die geplante Preisspanne liege bei 108 bis 135 Dollar je Anteilsschein, teilte Google in einer Pflichtmeldung an die US-Börsenaufsicht SEC mit. Das Internet-Unternehmen will durch seinen Börsengang zwischen 2,7 und 3,3 Milliarden US-Dollar einnehmen - mehr als bislang erwartet.
Google bietet insgesamt 24,6 Millionen Aktien an, wovon 10,5 Millionen von den Altaktionären stammen. Bei einem durchschnittlichen Aktienpreis von 121,5 Dollar läge der Börsenwert von Google bei 32,62 Milliarden Dollar. Der angenommene Marktwert wäre damit aus dem Stand doppelt so hoch wie der von Bayer. Der Software-Hersteller SAP bringt es auf eine Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden Dollar, die Deutsche Bank auf 44 Milliarden Dollar.
Börsenkürzel GOOG
Über die geplante Verwendung des frischen Kapitals machte Google keine Angaben. "Wir haben derzeit keine konkreten Pläne für die Verwendung des Erlöses", hieß es. Übernahmen seien nicht ausgeschlossen. Dem Konzern selbst würden bei 1,72 Milliarden Dollar zufließen, wenn die Aktionäre den Preis in der Mitte der Spanne akzeptieren. Die restlichen Erlöse würden an die Altkationäre gehen.
Der geplante Börsengang wäre die erste große Aktienplatzierung seit dem Platzen der Technologie-Blase. Die kalifornische Firma will ihre Papiere über eine Internet-Auktion verkaufen. Der Börsengang wird unter anderem von Morgan Stanley und Credit Suisse First Boston begleitet. Die Aktie soll an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert sein. Als Börsenkürzel ist "GOOG" geplant.
Im ersten Halbjahr setzte Google 1,35 Milliarden Dollar um, ein Jahr zuvor waren es noch 600 Millionen Dollar. Der Gewinn stieg von 58 auf 143 Millionen Dollar. Google verdient sein Geld vor allem mit Werbung. Die Zahlung einer Dividende sei auf absehbare Zeit nicht geplant, hieß es in der Mitteilung.