Greenspan greift ein: US-Leitzinsen gesenkt - DER SPIEGEL
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Greenspan greift ein US-Leitzinsen gesenkt

Die amerikanische Notenbank hat angesichts des Kursverfalls an den Börsen die Notbremse gezogen. Am Mittwoch senkte sie ihre Leitzinsen überraschend um einen halben Prozentpunkt. Die Kurse in Amerika, der Dax und der Nemax explodierten.
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Washington - Es handelt sich um die erste Senkung der so genannten Federal Funds Rate für kurzfristigen Kreditverkehr zwischen Geschäftsbanken seit zwei Jahren. Sie wurde von ihrem Neujahreshoch von 6,5 auf sechs Prozent reduziert. Im Anschluss an die Bekanntgabe der Entscheidung stieg der Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse um 300 Punkte, auch der Dax und der Nemax erholten sich wenige Minuten vor Börsenende schlagartig. Der Dax schloss mit einem Plus von 2,31 Prozent auf 6 434,96 Zählern.

Der Nemax 50 mit den wichtigsten Titeln des Neuen Marktes legte innerhalb weniger Minuten von minus sieben Prozent auf ein Plus von fast fünf Prozent zu. Beim Schlussgong hatte der Neue-Markt-Index satte 4,65 Prozent auf 2 641,93 Punkte gewonnen. Nur der 70 mittelgroße Werte umfassende Mdax schloss 1,41 Prozent schwächer auf einem Stand von 4 642,75 Stellen.

Notenbank-Chef Alan Greenspan hatte bereits darauf hingewiesen, dass sich die US-Konjunktur wahrnehmbar verlangsamt habe. Zugleich hatte er die Bereitschaft zu Zinssenkungen signalisiert, sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtern. Die US-Wirtschaft war im dritten Quartal nur noch um 2,4 Prozent gewachsen. Das war der geringste Zuwachs seit vier Jahren. Niedrigere Zinsen verbilligen die Kreditbeschaffung der Volkswirtschaft und erhöhen damit die Investitionsneigung.