Großbank: ABN Amro droht die Zerschlagung - DER SPIEGEL
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Großbank ABN Amro droht die Zerschlagung

Eine Gruppe um die Royal Bank of Scotland hat ihr Interesse an der ABN Amro bestätigt. In der europäischen Bankenbranche bahnt sich damit ein Übernahmekampf um den niederländischen Finanzkonzern an.
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Amsterdam - Die Niederländer haben am Freitagabend mitgeteilt, von Royal Bank of Scotland (RSB)  , Banco Santander Central Hispano   und Fortis   einen gemeinsam verfassten Brief erhalten zu haben. Die drei Banken ersuchten ABN um Sondierungsgespräche. ABN Amro   befindet sich derzeit mit der britischen Barclays   in exklusiven Gesprächen über einen möglichen Zusammenschluss.

Das Konsortium aus Royal Bank of Scotland, Banco Santander und Fortis teilte am Freitag ebenfalls mit, ein Interesse am Kauf von ABN zu haben. Nun soll mit dem Management von ABN Amro das Gespräch gesucht werden und Ziel sei es, zunächst den gleichen Zugang zu den Büchern der niederländischen Bank zu bekommen, der Barclays gewährt werde.

Das "Wall Street Journal" (WSJ) hatte zuvor von einem geplanten Vorstoß der Royal Bank of Scotland mit zwei Partnern berichtet. Die Offerte der Gruppe könne eventuell höher ausfallen als die von Barclays genannte. Die drei Partner beabsichtigten laut "WSJ" eine Aufspaltung der Bank. Danach würde RBS LaSalle übernehmen, das Geschäft von ABN in Chicago, Santander bekäme die brasilianischen Aktivitäten, und Fortis erhielte die niederländischen Aktivitäten und die Wholesale-Bank von ABN in London.

Erste Hinweise über die mögliche Fusion von Barclays und ABN Amro waren Mitte März aufgekommen. Seinerzeit berichtete ebenfalls das "WSJ" über Gespräche der beiden Banken. Sie könnten in einer Übernahme der niederländischen Bank durch den britischen Wettbewerber im Wert von mehr als 80 Milliarden Dollar münden, hieß es.

itz/mm.de/Dow Jones