Großbanken: Massenentlassungen in Frankfurt - DER SPIEGEL
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Großbanken Massenentlassungen in Frankfurt

Dresdner Bank und Commerzbank planen, ihr Personal weiter drastisch zu reduzieren. Die Deutsche Bank wiegelt noch ab.
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Frankfurt am Main - Die Commerzbank hält nach eigenen Angaben einen Stellenabbau von zehn Prozent für eine "denkbare Größenordnung". Es gebe derzeit jedoch noch keinen Vorstandsbeschluss, sagte ein Sprecher. Wann das Thema auf der Tagesordnung der Vorstandssitzung stehen werde, sei derzeit noch offen.

Auch die Dresdner Bank bestätigte nach der Sitzung des Aufsichtsrates die Kürzung von weiteren 1300 Stellen bis Ende 2003. Im selben Zeitraum soll der Verwaltungsaufwand um 15 Prozent vermindert werden. Dies entspreche einer jährlichen Kostensenkung von 1,3 Milliarden Euro.

Mit dem Schritt erweitere die Dresdner Bank das Kostensenkungsprogramm, mit dem auf der Hauptversammlung 2000 ein Abbau von 5000 Jobs bis 2003 angekündigt worden war. Davon seien bislang 2300 Stellen "kostenwirksam reduziert" worden, die verbliebenen 2700 würden wie beabsichtigt abgebaut. Hinzu komme noch die Ende Juli bekannt gegebene Streichung von 1500 Stellen im Investmentbanking.

Vorstandssprecher Bernd Fahrholz widersprach im Gespräch mit der Börsen-Zeitung aber dem Eindruck, die verschärften Sparbeschlüsse stünden in Verbindung mit der Integration des Instituts in den Allianz-Konzern. Schon früh im Jahr habe festgestanden, dass weitere Maßnahmen zur Kostensenkung getroffen werden mussten. So gelte etwa seit März "faktisch ein Einstellungsstopp". Die Maßnahmen" seien für die Ertragskraft und Zukunftsfähigkeit seiner Bank unumgänglich.

Die Deutsche Bank trat dagegen Berichten über ausgeweitete Stellenkürzungen entgegen. "Die Berichte sind reine Spekulation", sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte die Tageszeitung "Die Welt" berichtet, das Institut plane die Streichung von weltweit 12.000 bis 15.000 Arbeitsplätzen.

Unter Druck gesetzt werden die Frankfurter Institute Analysten zufolge vor allem durch die Konjunktur und die Situation an den Aktienmärkten, die sich nach den verheerenden Anschlägen in den USA noch verschärft hat.