Große Spender: Deutschlands freigiebigste Wohltäter - DER SPIEGEL
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Große Spender Deutschlands freigiebigste Wohltäter

Für die Bildung lassen deutsche Manager auch mal ordentlich was springen: In Universitäten und andere Bildungseinrichtungen haben Spender im vergangenen Jahr Millionen gesteckt. Die freigiebigsten Wohltäter ermittelte das manager magazin für eine Sonderausgabe.
Von Claus G. Schmalholz
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - 200 Millionen Euro für die Wissenschaft: Mit dieser Rekordzusage für die internationale Universität Bremen ist Klaus J. Jacobs der spendabelste Unternehmer Deutschlands. Das Bildungsinstitut wurde dafür in Jacobs University umbenannt. Auf Platz zwei und drei der größten Spender rangieren die Mitgründer des Softwarekonzerns SAP  , Dietmar Hopp, 67, und Hasso Plattner, 63. Hopp spendete 35 Millionen Euro, unter anderem für die Förderung des Jugendsports, Plattner unterstützte mit 33 Millionen Euro das 1998 von ihm gegründete Institut für Softwaresystemtechnik in Potsdam. Die größten deutschen Wohltäter der vergangenen zwölf Monate ermittelte das "manager magazin" für seine aktuelle Sonderausgabe "Die 300 reichsten Deutschen", die jetzt am Kiosk erhältlich ist.

Das Bildungswesen ist demnach einer der beliebtesten Bereiche, für den vermögende Deutsche ihr Geld spenden. So erhält die Technische Universität Hamburg-Harburg 30 Millionen Euro von Speditionsunternehmer Klaus-Michael Kühne, 70, um damit ihre Hochschule für Logistik zu erweitern.

Die Düsseldorfer Unternehmerfamilie Schwarz-Schütte unterstützt die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Heinrich-Heine-Universität mit 24 Millionen Euro. Walter Droege, 54, Chef der Düsseldorfer Droege International Group spendet zwölf Millionen Euro an die Universität Witten-Herdecke. Die seit vielen Jahren bedrohte Privathochschule soll auf diese Weise vor der Pleite gerettet werden.

Ebenso wie Topspender Jacobs knüpft auch die Familie Droege die Auszahlung der kompletten Spendensumme an Bedingungen. Die Hochschulen erhalten das Geld in Raten, die erst dann ausgezahlt werden, wenn die Universitäten festgelegte Erfolgsziele erreichen.