Große Verluste: Ricardo hofft auf QXL - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Große Verluste Ricardo hofft auf QXL

Das Online-Auktionshaus Ricardo hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Verluste kräftig gesteigert. Jetzt hoffen die Hamburger auf die Fusion mit dem britischen QXL.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Im Geschäftsjahr 1999/2000 kletterte der Verlust von 2,7 auf 36,7 Millionen Mark, teilte Ricardo.de am Donnerstag in Hamburg mit. Mit einmaligen Aufwendungen, Abschreibungen und anderen Sonderfaktoren werden sogar 65,4 Millionen Mark als Verlust ausgewiesen

Doch nicht nur die Verluste stiegen, sondern auch der Umsatz (von 6,3 auf 41 Millionen Mark) und die Kundenzahlen (von 96.000 auf 819.000). Vorstandschef Christoph Linkwitz zeigte sich zufrieden mit dem Jahr.

Künftig will Ricardo.de nicht mehr selbst mit Waren handeln, sondern nur noch als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer auftreten und dafür Provisionen und Gebühren kassieren. "Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass dieser Strategiewechsel Erfolg hat und wir damit das Wachstum konsolidieren können", erklärte Linkwitz.

Das so genannte Plattform-Geschäft werde auch die tragende Säule des neuen Unternehmens QXLricardo nach der angestrebten Fusion mit dem britischen Online-Auktionshaus QXL.com sein. Am 2. Oktober müssen die QXL-Aktionäre dem Zusammenschluss noch zustimmen. QXL will für eine Ricardo-Aktie 34 eigene Aktien anbieten.

Am Neuen Markt verlor Ricardo nach Bekanntgabe der Zahlen mehr als sieben Prozent. Ausgehend von ihrem Höchststand im Februar hat die Aktie inzwischen mehr als 80 Prozent ihres Wertes verloren.