Großfusion: British Airways und KLM verhandeln - DER SPIEGEL
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Großfusion British Airways und KLM verhandeln

In der europäischen Luftverkehrsbranche bahnt sich eine Großfusion an. Die beiden Fluggesellschaften British Airways (BA) und KLM führen Gespräche über eine Zusammenlegung ihrer Geschäfte.
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London/Amsterdam - KLM teilte mit, dass die Gespräche noch in einer sehr frühen Phase seien. Eine KLM-Sprecherin erläuterte, die Verhandlungen könnten zu einer Kombination der Geschäfte beider Gesellschaften "in jeder Form" führen.

Über ein Zusammengehen der britischen und der niederländischen Fluggesellschaft wird bereits seit Wochenbeginn spekuliert. Ein Grund sind die in den USA erwarteten Zusammenschlüsse von United Airlines mit US Airways und von American Airlines mit Northwest Airlines. American ist der Partner von British Airways im Flugbündnis "Oneworld", und Northwest fliegt gemeinsam mit der KLM in der Allianz "Wings".

Angeheizt wurden die Spekulationen zudem dadurch, dass KLM offiziell einen Partner sucht, mit dem nach eigenen Angaben auch eine Kapitalverflechtung nicht ausgeschlossen werde. Die Niederländer hatten erst vor wenigen Wochen die sehr enge Kooperation mit der italienischen Alitalia beendet. Vor acht Jahren ist ein Fusionsversuch von KLM und BA schon einmal gescheitert.

Die Aktien der KLM stiegen an der Amsterdamer Börse in der Spitze um fast 19 Prozent auf ein vorläufiges Tageshoch von 33 Euro, im Verlauf schrumpfte der Gewinn allerdings auf rund acht Prozent. British Airways gaben im frühen Londoner Geschäft dagegen 2,6 Prozent auf 377 Pence nach.

Die Aktie der Deutschen Lufthansa, die nach Einschätzung von Branchenkennern nun unter Zugzwang steht, notierte ein Prozent niedriger bei 26,4 Euro. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal Europe" will BA die KLM für einen Preis übernehmen, der deutlich über der Marktkapitalisierung der Niederländer von umgerechnet rund 2,6 Milliarden Mark liegt. Wenn es zur Fusion der beiden Gesellschaften kommen sollte, würde sie als Zusammenschluss unter Gleichen gestaltet, hieß es in der Zeitung unter Berufung auf gut informierte Kreise weiter.