Großhandel: Metro will Hunderte Stellen in Deutschland streichen - DER SPIEGEL
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Großhandel Metro will Hunderte Stellen in Deutschland streichen

Harte Einschnitte bei Metro: Der Konzern will laut einem Zeitungsbericht Hunderte Stellen im Großhandelsgeschäft einsparen. Der Gewinn habe sich bei gleichem Umsatz in den vergangenen Jahren fast halbiert - jetzt hat der Vorstandschef ein rigides Sparprogramm verordnet.
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Berlin - Der Handelskonzern Metro streicht nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mehrere hundert Stellen in Deutschland. Vorstandschef Eckhard Cordes habe dem Kernbereich des Konzerns, dem Cash-&-Carry-Geschäft in Deutschland, demnach ein rigides Sparprogramm verordnet. Der Personalabbau beginne im November und betreffe die Verwaltung und die Märkte, sagte ein Sprecher.

In einem Brief an die 17.000 Mitarbeiter der Sparte kündige der Konzern "noch härtere Einschnitte" an, berichtet die "FAS". "In den nächsten zwei Jahren werden wir im Rahmen der Restrukturierung mehrere hundert Stellen in der Verwaltung und den Märkten streichen müssen", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Betriebsbedingte Kündigungen werden demnach ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Frei werdende Stellen würden ab sofort nicht ersetzt.

Über die genaue Höhe könne noch nichts gesagt werden. Derzeit liefen Gespräche mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften. Die Einsparungen beim Personal sind Teil einer umfassenden Strategie, mit der die Metro-Großmärkte in Deutschland ihr Ergebnis steigern sollen. Dazu holte sich Konzernchef Eckhard Cordes im Frühjahr Berater von McKinsey ins Haus. Der Gewinn der Metro-Großmärkte in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren fast halbiert, berichtete die "FAS" weiter. Bei fast identischem Umsatz sei das Ergebnis demnach von 265 Millionen Euro (2004) auf 120 Millionen Euro (2007) gesunken.

Künftig sollten sich die Cash-&-Carry-Märkte wieder auf die Kerngruppen - Hotels, Gastronomie und Catering - konzentrieren, erläuterte der Sprecher. Der Testbetrieb für einen Lieferservice laufe gerade. "Wir denken auch darüber nach, Kioskbetreiber stärker zu beraten", ergänzte der Sprecher. Zudem werde das Sortiment überprüft. Möglicherweise werde es an einigen Stellen, wie dem Frischebereich oder dem Weinhandel, ausgedehnt, in anderen Bereichen wie dem Textilgeschäft, jedoch gestrafft. Entscheidungen gebe es aber noch nicht.

ore/AFP/Reuters