Großstädte Die Mieten steigen wieder
Hamburg - Laut RDM gab es im Vergleich zum Vorjahr eine durchschnittliche Steigerung um zwei Prozent für Altbauten und um 1,6 Prozent für neue Wohnungen. Lediglich bei Nachkriegsbauten aus den Jahren 1960 bis 1990 konnten die Makler eine Stabilisierung der Mieten ohne Preissteigerung feststellen.
Der Verband sieht hinter dieser Entwicklung eine steigende Nachfrage nach besserem Wohnraum. Gründe dafür seien eine stabilere Beschäftigungssituation der Mieterhaushalte sowie steigende Nettoeinkommen durch die Steuerreform.
Anders sieht es in Ostdeutschland aus. Die Mieten sind dort weiter gefallen und liegen laut RDM um 21 bis 24 Prozent unter dem Vergleichsniveau in Westdeutschland. Das signalisiere nicht nur eine geringere Kaufkraft, sondern auch den hohen Leerstand von Mietwohnungen. Der Preisrückgang habe sich allerdings abgeflacht. So beobachteten die Makler einen durchschnittlichen Rückgang von 1,6 Prozent bei Altbauten und von einem Prozent bei Neubauten. Noch vor zwei Jahren betrugen die Rückgänge bis zu 7,6 Prozent.
Die Spannweite der Mieten in Deutschland ist erheblich. Die höchsten Mieten stellte der RDM in München mit 19,70 Mark je Quadratmeter für die Kaltmiete einer durchschnittlichen Drei-Zimmer-Neubauwohnung (70 Quadratmeter) fest. Am anderen Ende der Skala stehen in Westdeutschland Bremerhaven und Kaiserslautern, wo Altbauten für 7,50 bis 8 Mark je Quadratmeter zu mieten sind. Im Osten sind Rostock (Neubauten 13,50 Mark) und Jena (Altbauten 10.50 Mark) relativ teuer. Die niedrigsten Mieten werden mit 5,60 Mark je Quadratmeter für Altbauten in Dresden verlangt.