Gscheidles Bluff - DER SPIEGEL
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Gscheidles Bluff

• aus DER SPIEGEL 34/1981
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Bundespostminister Kurt Gscheidle trotzt den Koalitionsfraktionen. Er bleibe dabei, so erklärte er in der vergangenen Woche, die Postgebühren zum 1. 3. statt, wie von SPD und FDP verlangt, zum 1. 7. 1982 zu erhöhen. Doch Gscheidle blufft. In Wahrheit haben seine Staatssekretäre Helmuth Becker und Dietrich Elias den Juli-Termin mit ausgedacht. Gscheidles Hintergedanke: Er will sich den Termin erst im Postverwaltungsrat abhandeln lassen. Auch in anderen Punkten pokert der Post-Chef lediglich öffentlich: Die Gebühren für Postkarten, Drucksachen und Büchersendungen sollen um zehn statt um 20 Pfennig steigen, und auch bei den Erhöhungen der Paketgebühren will Gscheidle notfalls zurückweichen.

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