Günstig zu haben - DER SPIEGEL
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HANDY-AKTIEN Günstig zu haben

• aus DER SPIEGEL 33/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Jahrelang war Nokia, die Nummer eins der Handy-Hersteller, der Liebling der Börsianer. Der Kurs kannte nur eine Richtung: himmelwärts. Ende Juli aber überraschte Firmenchef Jorma Ollila die Aktionäre mit einer guten und einer schlechten Nachricht: Der Reingewinn stieg auf fast eine Milliarde Euro, doch die Auslieferung der neuen Handys wird sich verzögern. Erst im vierten Quartal soll die Gewinnspanne wieder über 20 Prozent steigen. Der Finne hatte die Sensibilität der Aktionäre unterschätzt. Der Kurs sank im freien Fall um ein Viertel. Bereits im April hatte Hauptkonkurrent Motorola einen ähnlichen Kurssturz erlebt. Das Ergebnis pro Aktie, so hatten die Amerikaner bekannt gemacht, werde nicht 70, sondern 67 Cent betragen, weil die Gewinnmargen unter Druck geraten. Analysten sprechen von einer Überreaktion der Börsianer, die Papiere seien nun günstig zu haben. Mit Mobiltelefonen der dritten Generation (3G) hätten die Anbieter weiterhin gute Wachstumschancen, glauben die Bankexperten. Zudem würden Ericsson, Alcatel und Nokia als Netzausrüster vom UMTS-Standard profitieren. Bei Goldman Sachs bleiben Nokia wie Ericsson deshalb auf der Empfehlungsliste; Siemens weiterhin zu kaufen rät Credit Suisse First Boston; und auch Alcatel stuft WestLB Panmure zuversichtlich als »Outperformer« ein.

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