Gutes Quartal EADS zurück in der Gewinnzone
Amsterdam - Endlich konnte man bei EADS einmal Erfreuliches berichten: Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 9,9 Milliarden Euro gewachsen, teilte der Airbus-Mutterkonzern in Amsterdam mit. Damit lag der Umsatz über den Erwartungen von Analysten, die im Mittel nur mit 9,14 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Überschuss erhöhte sich nach einem Minus von zehn Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 285 Millionen Euro. Experten hatten ein Plus von 180 Millionen Euro prognostiziert.
A380 bei der Landung in München: Airbus ist zweieinhalb bis drei Monate im Hintertreffen
Foto: DDPNach EADS-Angaben legte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 88 Millionen Euro auf 769 Millionen Euro zu. Die Ergebnisverbesserung resultiere aus einem Wachstum in allen Geschäftsbereichen, teilte das Unternehmen mit. Analysten hatten nur mit 371 Millionen Euro gerechnet.
EADS bekräftigte zudem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Das Ebit soll demnach deutlich überproportional zum Umsatz steigen und einen Wert von 1,8 Milliarden Euro erreichen. Beim Umsatz wird mit einem Wert von mehr als 40 Milliarden Euro gerechnet.
Die umsatzstärkste Tochter Airbus schnitt ebenfalls deutlich besser ab als von Analysten erwartet. Sie sprang nach ihrem Ebit-Verlust von 69 Millionen Euro im Vorjahresquartal nun ebenfalls in die schwarzen Zahlen und wies ein Plus von 628 Millionen Euro aus. Analysten hatten mit 302,2 Millionen gerechnet. Der Umsatz wuchs um sieben Prozent 7,057 Milliarden Euro und lag damit über der Expertenprognose von 6,455 Milliarden Euro.
Erst am Montag hatte EADS bekannt gegeben, dass sich die Auslieferungen der A-380-Großraumflugzeuge erneut verzögern werden. Airbus-Chef Tom Enders hatte am Dienstag gesagt, das Unternehmen sei bei der Produktion der Maschinen zweieinhalb bis drei Monate im Hintertreffen. Die Fertigung der ersten Maschinen dauere länger als geplant. Airbus könne im laufenden Jahr nur 12 statt ursprünglich 13 Flugzeuge ausliefern. Für 2009 seien jetzt nur noch 21 statt 25 Übergaben an Kunden geplant.
Airbus will die Fluggesellschaften für die neuen Verzögerungen entschädigen, wie EADS-Chef Louis Gallois am Mittwoch ankündigte. Das Ausmaß werde aber nicht so hoch sein wie bei den früheren Verschiebungen. Gallois bekräftigte, dass Airbus die Kosten angesichts der derzeitigen Dollarschwäche weiter senken und mehr Teile für den Flugzeugbau in Dollar kaufen müsse.
ase/ddp/dpa-AFX