Hafendeal: US-Widerstand bremst die Scheichs aus Dubai - DER SPIEGEL
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Hafendeal US-Widerstand bremst die Scheichs aus Dubai

Am Ende hat sich der Hafenbetreiber Dubai Ports World doch von dem politischen Aufruhr beeindrucken lassen, den seine Expansionspläne in den USA auslösten: Die arabische Firma will die volle Übernahme sechs amerikanischer Häfen erst einmal vertagen.
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Washington - Dubai Ports World teilte mit, die Übernahme der sechs Häfen in den Vereinigten Staaten werde hinausgezögert. Man werde keine Kontrolle und keinen Einfluss auf das Management der US-Häfen ausüben. Die sechs Häfen gehören zum britischen Hafenbetreiber P&O, den Dubai Ports übernehmen will.

Mit dem unerwarteten Schritt soll George W. Bush mehr Zeit bekommen, die Kritiker der Übernahme davon zu überzeugen, dass sie kein Sicherheitsrisiko für die Vereinigten Staaten darstellt. Der Präsident unterstützt die Übernahe. Im Kongress schloss sich dagegen eine Koalition aus demokratischen und republikanischen Abgeordneten zusammen, die die Übernahme der US-Häfen durch das arabische Unternehmen verhindern will.  

Die Übernahme der Peninsular and Oriental Steam Navigation Co. (P&O) soll DP World 6,8 Milliarden Dollar kosten. Damit würde der weltweit zweitgrößte Hafenbetreiber auch Kais und Verladeanlagen in den Häfen von Baltimore, Miami, New York, New Jersey, New Orleans und Philadelphia kaufen.

Polemik der Kritiker: Und wenn das den Terroristen hilft?

Kritiker der Transaktion sehen die nationale Sicherheit des Landes durch den Einstieg von DP World gefährdet. Sie verweisen unter anderem darauf, dass einige der Attentäter vom 11. September 2001 die Vereinigten Arabischen Emirate als Basis genutzt hätten.

Wie lange DP World warten will, teilte das Unternehmen nicht mit. US-Präsident Bush will den Aufschub nach den Worten seines Beraters Karl Rove akzeptieren.  

Ungeachtet des Widerstands in den USA will DP World im Rest der Welt die Übernahme von P&O weiter vorantreiben. Wie das Unternehmen mitteilte, sei eine  Verzögerung der weltweiten Transaktion "unzumutbar" und "unmöglich". Geplant ist, die Übernahme am 6. März abzuschließen.

Die britischen Aktionäre sollen ihr Geld für die Übernahme wie ursprünglich geplant erhalten. Unternehmensangaben zufolge stehen die US-Aktivitäten von P&O für rund zehn Prozent des gesamten Unternehmenswerts. Insgesamt übernimmt DP World mit P&O rund 30 Terminals in 18 Ländern sowie Fähren und Immobilien.

itz/AP