Halbjahresdaten ProSiebenSat.1 punktet bei Jüngeren
München - Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn im ersten halben Jahr auf 100,3 Millionen Euro, wie der TV-Konzern mitteilte - das war ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 0,6 Prozent auf 937,8 Millionen Euro. Bei der für Werbekunden besonders interessanten Altersgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer erhöhte die Gruppe ihren Marktanteil um einem Prozentpunkt auf 30,5 Prozent. Vorstandschef Guillaume de Posch zeigte sich zufrieden: "Die Senderfamilie steht trotz schwieriger Rahmenbedingungen hervorragend da", sagte er. Für das Gesamtjahr geht die Gruppe aber weiter von einem schrumpfenden Werbemarkt aus. Die Verunsicherung der Verbraucher sei weiter groß, eine Belebung des privaten Konsums nicht in Sicht sei. ProSiebenSat.1 will dennoch besser abschneiden als die Konkurrenz und Ergebnis und Umsatz steigern.
Die Daten aus München dürften auch beim Axel Springer Verlag für Freude sorgen: Das größte Zeitungshaus Europas hatte Anfang August die Übernahme der Sendergruppe beschlossen. Das Kaufgebot im Wert von 2,47 Milliarden Euro wird derzeit von der Kartell- und Medienaufsicht geprüft.
Zur positiven Zwischenbilanz trugen den Angaben zufolge die volle Konsolidierung des Tochterunternehmens Euvia Media bei - es betreibt den Shopping- und Quizkanal NeunLive. Auch seien die Kosten weiter "optimiert" worden. Die Nettofinanzverschuldung sei trotz des Euvia-Erwerbs und einer deutlich höheren Dividendenzahlung weiter gesunken. Die TV-Kette bezifferte sie auf 392,5 Millionen Euro Ende Juni. Ein Jahr zuvor waren es 423,3 Millionen Euro Schulden.