Halbleiter-Branche Schlimmstes Geschäftsjahr aller Zeiten
San Jose - Im Jahr 2001 fiel der weltweite Umsatz mit Halbleitern im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Drittel auf insgesamt 152 Milliarden Dollar. Das berichtet das US-Marktforschungsunternehmen Gartner Dataquest in einer neuen Studie.
Niemand konnte der Krise entrinnen. Die zehn wichtigsten Hersteller von Halbleiterprodukten büßten durch die Bank mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes ein. Am härtesten traf es die asiatischen Unternehmen: Der Elektronikriese NEC büßte fast die Hälfte seines Umsatzes ein, Toshibas Halbleiterabsatz ging um fast 35 Prozent zurück. Marktführer IBM büßte "nur" 22,4 Prozent seines Umsatzes ein, das deutsche Unternehmen Infineon verlor laut Gartner ein Drittel seines Umsatzes.
"Geschäftsmodelle, die auf Technologieinvestitionen basierten, haben sich 2001 in Wohlgefallen aufgelöst", so Gartner-Analystin Mary Olsson. "Die ganze Branche wurde völlig aus dem Gleichgewicht geworfen. Wir erwarten im kommenden Jahr eine weitere Konsolidierung."
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Allerdings scheint es nicht in allen Bereichen des Halbleitermarkts abwärts zu gehen. Nach Angaben von Gartner ist es vor allem herkömmliche Computerhardware, die den Unternehmen Sorgen bereitet. Segmente wie DVDs, Digitalkameras oder Spielkonsolen entwickeln sich nach Angaben des Marktforschers trotz der weltweiten Rezession positiv.
Das Umsatzwachstum in der Branche wird nach Ansicht Olssons nicht mehr im klassischen Hardware-Geschäft stattfinden. "Viele Unternehmen investieren in Netzwerklösungen und drahtlose Datenübertragung. Das werden in den nächsten fünf Jahren die Bereiche sein, die das Wachstum generieren."