Halbleitermarkt: Rosige Aussichten für Infineon - DER SPIEGEL
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Halbleitermarkt Rosige Aussichten für Infineon

Zwei Wochen vor dem Börsengang der Siemens-Halbleiter-Tochter Infineon freut sich die deutsche Halbleiter-Industrie über glänzende Wachstumsaussichten. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) warnte allerdings, dass die Chips knapp werden könnten.
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München - Erstmals werde der deutsche Markt im Jahr 2000 die Zehn-Milliarden-Euro-Grenze durchbrechen, was einem Zuwachs von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche, so der ZVEI. Chips sollen sogar um 25 Prozent zulegen. "Es wäre keine Überraschung, wenn das Wachstum noch wesentlich höher liegt", sagte Wolfgang Hofmann, Leiter der Marktkommission des ZVEI-Fachbereichs Bauelemente.

Damit setze sich das Wachstum der vergangenen drei Jahren fort, erklärte Hofmann. Angetrieben werde es vor allem vom Boom des Mobilfunks: Bei der Telekommunikation sollen die Zuwächse bei über 34 Prozent liegen. Nach den schwachen Raten der vergangenen Jahren sei dies ein fast sensationeller Wert. Die Datentechnik, Nummer eins im deutschen Inlandsmarkt, werde ihre Stellung mit einem Wachstum von 25 Prozent halten. Die Kfz-Elektronik mache nach zwei sehr erfolgreichen Jahren mit Zuwächsen von 15 Prozent "eine Verschnaufpause", sagte Hofmann. Dagegen werde die Industrieelektronik nach einem schwachen Jahr wieder anziehen: Am Ende des Jahres könnte der Zuwachs bei fast 18 Prozent liegen. Außerdem soll die seit Jahren rückläufige Unterhaltungselektronik ihren Abwärtstrend stoppen.

Der europäische Markt wird den Angaben zufolge mit 36 Prozent schneller wachsen als der Weltmarkt (34 Prozent). Weltweit am stärksten boomen wird aber voraussichtlich Südostasien: Mit Zuwächsen von über 40 Prozent soll die Region einen Weltmarktanteil von 26 Prozent erwirtschaften und damit nach den USA Platz zwei am Weltmarkt einnehmen. Europa und Japan liegen mit einem Marktanteil von jeweils 21 Prozent gemeinsam auf dem dritten Platz.