Medienbericht Bundesregierung will chinesische Übernahme im Hamburger Hafen angeblich stoppen
Cosco-Schiff im Hamburger Hafen: »Erhebliche Sicherheitsbedenken«
Foto: Stefan Trocha / STEINSIEK.CH / IMAGODie Bundesregierung will laut einem Bericht des »Handelsblatts« den Verkauf des am Hamburger Hafen tätigen Logistikunternehmens Zippel an den chinesischen Staatskonzern Cosco verhindern. Die Regierung habe »erhebliche Sicherheitsbedenken«, berichtet die Düsseldorfer Zeitung unter Verweis auf vertrauliche Unterlagen. Es bestehe die Gefahr strategischer Abhängigkeiten, die »im Zuge politischer Verwerfungen als Druckmittel genutzt werden könnten«, zitiert das Blatt.
Insider gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass es auf ein Verbot der Übernahme hinausläuft. Cosco hatte 2023 einen Minderheitsanteil von 24,99 Prozent am Containerterminal Tollerort in Hamburg übernommen – das sorgte damals für viel Kritik wegen des wachsenden Einflusses Chinas in wichtigen Wirtschaftsbereichen hierzulande. Gewarnt wurde vor den Risiken wirtschaftlicher Abhängigkeit, Spionage und Sabotage.
Das Bundeskartellamt in Bonn hatte im Februar die Übernahme von Zippel wettbewerbsrechtlich freigegeben. »Etwaige außenwirtschaftsrechtliche oder sicherheitspolitische Aspekte sind nicht Gegenstand der kartellrechtlichen Fusionskontrolle«, betonte Kartellamtspräsident Andreas Mundt damals jedoch. Hier sei das Bundeswirtschaftsministerium zuständig.