Hamsterkäufe: Patienten im Dezemberfieber - DER SPIEGEL
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Hamsterkäufe Patienten im Dezemberfieber

Die Gesundheitsreform hat den Krankenkassen im Dezember 2003 einen rasanten Anstieg ihrer Ausgaben beschert. Verunsicherte Patienten haben sich einem Zeitungsbericht zufolge regelrecht mit Medikamenten eingedeckt.
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München - Die Kassen mussten im vergangenen Dezember bis zu 40 Prozent mehr für Arzneimittel überweisen als im Dezember 2002, berichtet der "Münchner Merkur". "Es kam auf Grund der großen Verunsicherung in der Bevölkerung zu echten Hamsterkäufen, in den Praxen konnte man sich des massiven Drucks von aufgebrachten Patienten kaum mehr erwehren", zitierte die Zeitung den stellvertretenden Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Wolfgang Hoppenthaller. So hätten offenbar viele Versicherte die letzte Gelegenheit genutzt, um sich vor In-Kraft-Treten der Gesundheitsreform mit Medikamenten zu versorgen.

Allein die AOK Bayern musste nach Angaben des Verwaltungsratsvorsitzenden Fritz Schösser im Dezember 27 Millionen Euro mehr ausgeben als geplant. Er vermutete gegenüber dem "Münchner Merkur", dass die Ärzte bei den Verschreibungen über das Ziel hinausgeschossen seien.