Handel: Brinkmann-Pleite weitet sich aus - DER SPIEGEL
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Handel Brinkmann-Pleite weitet sich aus

Das Technik-Kaufhaus Ernst Brinkmann hat nun auch für seine 40 Tochterunternehmen in ganz Deutschland Insolvenzantrag gestellt. Die Gehälter der Angestellten sind nur noch wenige Wochen gesichert.
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Hamburg - Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Burckhardt Reimer am Donnerstag in Hamburg mitteilte, würden die Gehälter für die etwa 4500 Angestellten höchstwahrscheinlich noch bis April durch das Arbeitsamt Nord garantiert. Ein entsprechender Antrag werde gestellt. Am vergangenen Freitag hatte das Unternehmen bereits für die Hamburger Zentrale einen Insolvenzantrag gestellt.

Die Betriebsprüfung für die insgesamt 41 Gesellschaften werde am 31. März abgeschlossen sein, sagte Reimer. Die Leitung des Konzerns unterliege jedoch, mit gewissen Einschränkungen, nach wie vor dem geschäftsführenden Gesellschafter Robert Meyer. Meyer bedauerte, dass es nicht gelungen sei, die Kapitaldecke des Unternehmens zu erhöhen. Letztendlich sei das an dem Widerspruch eines Gesellschafters gescheitert.

Zurzeit bestehen nach Angaben des Unternehmens gegenüber den Banken Schulden in Höhe von 69 Millionen Mark, hinzu kommen Lieferantenverbindlichkeiten von 200 Millionen Mark, sowie ein Konzernverlust von etwa 30 Millionen Mark im vergangenen Jahr.

Reimer versicherte, dass auch die Lieferanten mit der Begleichung der Schulden rechnen könnten. Es bestehe eine entsprechende Vereinbarung mit Banken und Kreditversicherungsinstituten. Auch solle alles dafür getan werden, um die Kundenzufriedenheit weiterhin sicherzustellen. Dies betreffe vor allem Garantieleistungen und Ähnliches.

Wie es nach dem 31. März mit Brinkmann weiter gehen werde, konnte Reimer noch nicht sagen. Zurzeit würden bereits Gespräche mit namhaften Interessenten geführt. "Allerdings ist ein Konzern mit beinahe zwei Milliarden Mark Umsatz nicht in einer Woche verkauft", erklärte er. Eines könne jedoch mit Sicherheit gesagt werden: "Ein Unternehmen dieser Größenordnung verändert sich, aber Brinkmann stirbt nicht", sagte Reimer.