Handel Exporte wachsen im Juni kräftig
Wiesbaden - Die Ausfuhren wachsen - und das stärker als erwartet: Im Juni 2008 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts Waren im Wert von 88,3 Milliarden Euro exportiert worden. Zugleich stiegen die Importe um 5,3 Prozent auf 68,6 Milliarden Euro.
Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Juni mit einem Überschuss von 19,7 Milliarden Euro; kalender- und saisonbereinigt sind das 18,1 Milliarden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 7,9 Prozent. Im Mai belief sich der Saldo auf 16,7 Milliarden Euro.
Hauptzielländer der deutschen Exporte waren die übrigen EU-Staaten. Einen besonders starken prozentualen Zuwachs gab es beim Außenhandel mit Nicht-EU-Ländern.
In andere EU-Mitgliedstaaten exportierten deutsche Unternehmen im Juni Waren im Wert von 56,5 Milliarden Euro, das entspricht einem Zuwachs von 5,9 Prozent. Aus den anderen EU-Ländern wurden gleichzeitig Waren im Wert von 45,5 Milliarden Euro nach Deutschland eingeführt, 3,8 Prozent mehr als im Vormonat.
In die Länder der Euro-Zone wurden Waren für 37,2 Milliarden Euro geliefert (plus 4,7 Prozent) und Waren im Umfang von 31,3 Milliarden Euro importiert (plus 2,4 Prozent).
In Nicht-EU-Länder exportierten deutsche Unternehmen im Juni Waren im Wert von 31,8 Milliarden Euro (plus 11,7 Prozent), dem standen Einfuhren im Umfang von 23,1 Milliarden Euro (plus 8,6 Prozent) gegenüber.
Die günstigeren Aussichten für das laufende Jahr begründen Konjunkturforscher vor allem mit dem starken Wachstum im ersten Quartal, obwohl sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtert hätten. Zudem zeige sich die deutsche Wirtschaft bislang recht robust gegenüber dämpfenden Einflüssen wie der internationalen Finanzkrise, der Euro-Stärke und der Energieverteuerung.
So groß der Optimismus für das laufende Jahr, so nüchtern die Erwartung für 2009: Für das kommende Jahr prognostizierte das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) im Juni eine Wachstumsrate von 1,1 Prozent. "Immer mehr Indikatoren deuten auf eine Abschwächung im weiteren Jahresverlauf hin", schreiben die Ökonomen.
ssu/AFP/AP/ddp