Handel mit Aktienoptionen: Google will mehr Mitarbeiter reich machen - DER SPIEGEL
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Handel mit Aktienoptionen Google will mehr Mitarbeiter reich machen

Google will für seine Mitarbeiter attraktiver werden. Künftig sollen Angestellte des Unternehmens ihre Aktienoptionen früher als üblich verkaufen dürfen - auf einem eigens für sie entwickelten Markt. Damit macht das Internet-Unternehmen noch mehr Mitarbeiter reich - und lockt Bewerber an.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mountain View/Hamburg - Den kommenden April dürften sich die Google-Mitarbeiter schon im Kalender angestrichen haben. Ab dann dürfen sie Optionen, die sie als Teil ihrer Vergütung erhalten, auf einem eigens für sie etablierten Aktienoptionsmarkt verkaufen. Google   beauftragte die Investmentbank Morgan Stanley  damit, eine Online-Plattform dafür zu entwickeln. Nach Angaben des Unternehmens werden mehrere namentlich nicht genannte Finanzinstitute als Käufer der Optionen zugelassen. Den Zuschlag erhalte das höchstbietende Institut.

Ziel des Internet-Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View ist, für die Mitarbeiter attraktiver zu werden und den Wert ihrer Aktienoptionen zu erhöhen. Nach Angaben von Google-Managern unterschätzen Mitarbeiter den Wert ihrer Aktienoptionen bislang. Zudem setzt Google darauf, auf diese Weise talentierte Bewerber anzulocken. "Der Plan hilft uns, neue Leute zu rekrutieren, alte Mitarbeiter zu halten und allen deutlich zu machen, dass jede Option, die wir unseren Mitarbeitern geben, einen Wert hat", sagte ein Google-Manager dem "Wall Street Journal". Derzeit arbeiten rund 10.000 Menschen für das Unternehmen, täglich kommen nach eigenen Angaben etwa zehn dazu.

Google beschreitet mit dem eigenen Aktienoptionsmarkt neue Wege: Üblicherweise erlauben Firmen ihren Mitarbeitern den Verkauf von Optionen, die sie als Teil ihres Gehalts erhalten, erst nach einer längeren Frist. Künftig dürfen die Google-Angestellten ihre Optionen jederzeit zu Geld machen. Ausgenommen davon ist das Top-Management.

So mancher langjähriger Mitarbeiter dürfte durch das "Transferable Stock Options"-Programm tatsächlich reich werden: Die an die Mitarbeiter ausgegebenen Optionsscheine verbriefen das Recht, innerhalb beziehungsweise am Ende einer festgelegten Frist Google-Aktien zu einem festen Preis zu kaufen. Mit steigendem Aktienkurs steigt somit auch der Wert des Optionsscheins. Google zufolge dürfen sämtliche Optionsscheine verkauft werden, die seit dem Börsengang von Google ausgegeben wurden. Damals, im August 2004, startete das Papier mit einem Ausgabepreis von 85 Dollar. Gestern schloss das Papier im Nasdaq   bei einem Kurs von 481,78 Dollar.

kaz