Handelskonzern: Arcandor behält Thomas Cook - DER SPIEGEL
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Handelskonzern Arcandor behält Thomas Cook

Der angeschlagene Handels- und Touristikkonzern Arcandor trennt sich doch nicht von seiner Reisetochter Thomas Cook. Stattdessen beschloss der Aufsichtsrat des Unternehmens eine Kapitalerhöhung.
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Essen - Die profitable Touristiksparte Thomas Cook bleibt Teil des angeschlagenen Konzerns Arcandor. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Die britische Tochter erwirtschaftet rund 60 Prozent des Konzernumsatzes und praktisch den gesamten Gewinn.

Zuvor wurde über einen Verkauf der Ertragsperle spekuliert. Innerhalb von nur zwei Tagen hatte die Aktie daraufhin noch einmal fast 50 Prozent an Wert verloren. Statt des Verkaufs beschloss der Aufsichtsrat nun auf Vorschlag des Vorstandes eine Kapitalerhöhung um 58,9 Millionen Euro. Es sollen rund 23 Millionen neue Stückaktien ausgegeben werden. Damit werde die Eigenkapitalbasis des Konzerns gestärkt, teilte Arcandor   mit. Eine Entscheidung über die angeschlagene Karstadt GmbH, die ebenfalls zu Arcandor gehört, sei noch nicht getroffen worden.

Thomas Cook will nun die Fluglinie Condor als eigenständige Airline erhalten. Auch mittel- und langfristig gebe es bei dem mehrheitlich zu Arcandor gehörenden Unternehmen keine Überlegungen für Fusionen mit Konkurrenten, sagte Thomas-Cook-Chef Manny Fontenla-Novoa am Montag. "Wir haben nichts auf der Agenda und suchen nach keinen anderen Möglichkeiten", sagte der Manager.

Auch ein Zusammenschluss mit der Lufthansa-Billigflugtochter Germanwings sei keine Option. Condor hatte sich aus dem Fusionsgesprächen mit Germanwings und TUIfly zurückgezogen. Das Dreierbündnis sei für den Konzern nicht attraktiv genug gewesen.

cvk/Reuters/dpa