Handwerk: Zentralverband will Meisterbrief behalten - DER SPIEGEL
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Handwerk Zentralverband will Meisterbrief behalten

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks fordert Strukturreformen von der Bundesregierung. Gegen die Abschaffung des Meisterbriefs wehrt er sich jedoch entschieden.
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München – "Das ist für uns nicht verhandelbar“, sagte Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer in München. Der Meisterbrief sei ein großer Befähigungsnachweis und daher ein Standortvorteil für den internationalen Wettbewerb.

Politiker erhoffen sich dagegen von der Abschaffung des Meisterbriefs und der damit verbundenen Auflagen Tausende von Firmenneugründungen und dadurch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Nach Ansicht des Deutschen Handwerks gibt es jedoch bereits eine so große Zahl von Meistern in Deutschland, dass doppelt so viele Betriebe gegründet werden könnten.

Im Gegenzug wirft Schleyer der Bundesregierung einen Mangel an Modernisierungsbereitschaft vor. Die Stimmung im Handwerk sei derzeit geprägt von Bitterkeit und wachsender Aggressivität, nur umfassende Reformen und weniger Bürokratie könnten Abhilfe schaffen.

Der Generalsekretär fordert eine Senkung der Lohnnebenkosten, insbesondere der Arbeitgeberbeiträge bei der Krankenversicherung. Zudem müsse bis Juni die Handwerksordnung modernisiert werden. Impulse erhofft sich der Generalsekretär von der am 13. März in München beginnenden Internationalen Handwerksmesse