Handy-Flaute Ericsson und Nokia entlassen Mitarbeiter
Stockholm/Helsinki - "Angesichts der derzeit unsicheren Lage der Wirtschaft muss Ericsson reagieren", sagte Präsident Kurt Hellström. Von dem Personalabbau verspricht sich das Unternehmen Kosteneinsparungen von mindestens umgerechnet 4,3 Milliarden Mark im Jahr. Ericsson erwartet für das erste Quartal dieses Jahres einen Verlust von 1,1 Milliarden Mark. Das Unternehmen beschäftigt bislang mehr als 100.000 Mitarbeiter in 140 Ländern.
Ericsson will im Werk Kumla, 100 Kilometer südwestlich von Stockholm, nach Angaben vom Dienstag 1500 Mitarbeiter entlassen. Weitere 600 sind in Linköping, 110 Kilometer südlich der Hauptstadt, betroffen. Die dortige Produktion von Headsets für Mobiltelefone soll nach Singapur verlegt werden. In den britischen Werken Carlton und Scunthorpe soll die Produktion von Mobiltelefonen bis Ende September eingestellt werden. Dort arbeiten 1500 Menschen, davon 300 mit Zeitverträgen.
Auch Nokia reagiert auf den Rückgang der Nachfrage mit Entlassungen. Durch die Straffung der Netzwerksparte und die Bildung eines neuen Bereichs Breitbandsysteme sollen insgesamt 400 Arbeitsplätze wegfallen, erklärte Nokia am Dienstag. Der Konzern beschäftigt 60.000 Menschen in 130 Ländern.