Handy-Flop Nokia bremst den Markt aus
Bereits im Anfang des Monates hatte der Konzern seine Prognose für das Auftaktquartal gesenkt und damit die Aktienmärkte schockiert. Statt eines Umsatzzuwachses stellte Nokia einen Rückgang um zwei Prozent auf 6,6 Milliarden Euro in Aussicht. Die Gewinn-Prognose wurde auf 0,17 Euro je Aktie nach unten geschraubt. Analysten hatten daher mit schwachen Zahlen gerechnet.
40 neue Handys sollen Lücken im Angebot schließen
Für das laufende zweite Quartal erwartet Nokia einen weiteren Gewinnrückgang. Der Gewinn werde zwischen 0,13 und 0,15 Euro je Aktie liegen, teilte der Konzern am Freitag in Helsinki mit. Der Umsatz werde gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert oder leicht schwächer ausfallen, hieß es.
Wie Vorstandschef Jorma Ollila am Freitag während einer Telefonkonferenz sagte, wird wegen des Preiskampfes im zweiten Quartal die Marge bei Mobile Phones sinken. In der zweiten Jahreshälfte werde sich die Marge aber wieder verbessern, da Nokia von der Auslieferung neuer Handy-Modelle profitieren werde.
In diesem Jahr will Nokia 40 neue Geräte auf den Markt bringen, um die Lücken im Produktportfolio zu schließen. Nokia rechnet für das Gesamtjahr 2004 mit einem steigenden Umsatz und einer verbesserten Marge in der Netzwerk-Sparte.
Schwächeres Wachstum als der Markt
Die Analysten des Bankhauses SEB haben das Kursziel für Nokia gesenkt, da das Produktportfolio des Unternehmens im mittleren Preissegment eine Lücke aufweise und die Konkurrenz hart bleibe. Zudem habe Nokia den Absatz im 1. Quartal nur um 19 Prozent gesteigert, obwohl der Gesamtmarkt für Mobiltelefone um 25 Prozent gewachsen sei. Negativ wirke sich auch aus, dass Kunden derzeit eher günstigere Endgeräte bevorzugten.