Handy-Markt Nokia gewinnt, Siemens verliert
Helsinki - Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag berichtete, ermittelte das Analyseunternehmen Strategy Analytics für Nokia einen Marktanteil von 37,2 Prozent nach 35,4 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres. Nokia selbst hatte sogar noch einen größeren Vorsprung vor den Konkurrenten ausgerechnet. Die Finnen waren von einem Marktanteil in Höhe von 38 Prozent ausgegangen. Die 40-Prozent-Marke bleibe das angestrebte Ziel.
Der Untersuchung zufolge kann als Einziger der US-Konzern Motorola dem Klassenprimus folgen. Der US-Konzern steigerte seinen Marktanteil von auf 17,3 nach vorher 15,6 Prozent. Samsung aus Südkorea und Siemens hätten dagegen ebenso Martkanteile abgeben müssen, wie die schwedisch-japanische Sony-Ericsson-Allianz. Siemens etwa verlor rund 0,6 Prozent und verkaufte im Vergleich zum ersten Quartal lediglich noch 8,5 aller Handys.
Nach Angaben von Strategy Analytics wurden im zweiten Quartal insgesamt 96,7 Millionen Mobiltelefone verkauft. Ericsson geht dagegen von rund 85 Millionen Handys aus, die Experten von Dresdner Kleinwort Wasserstein schätzt den Markt dagegen auf 110 bis 115 Millionen.
Auch die Schätzung über den Absatz für das gesamte Jahr gehen die Expertenschätzungen auseinander. Mit 417 Millionen Handys rechnen die Analysten von Strategy Analytics, Nokia geht dagegen lediglich von 400 Millionen Handys aus.