Handy-Produktion Philips legt auf
Amsterdam - Teile des Philips-Entwicklungsprogramms und der Produktion werden in eine Partnerschaft mit der China Electronics Corporation (CEC) eingebracht. CEC solle einen Mehrheitsanteil am gemeinsamen Mobilfunkunternehmen erhalten, hieß es aus Unternehmenskreisen. Philips dürfe im Gegenzug die in China gefertigten Telefone auch auf eigenen Vertriebswegen verkaufen. Zudem wolle Philips mit dieser Partnerschaft die eigenen Kosten für die Herstellung von Telefonen deutlich senken. Die Telefone sollen aber weiterhin unter der Marke Philips verkauft werden, hieß es.
Mit dem seit längerem vom Finanzmarkt erwarteten Schritt trenne man sich von der verlustreichen Sparte, teilte der niederländische Konzern mit. Der Bereich, der seit 1997 von dem Philips gemeinsam mit dem US-Telekomausrüster Lucent betrieben wird, hat dem Mehrheitseigentümer Philips bislang Verluste von rund 850 Millionen Euro eingebracht.
Für die seit längerem erwartete Neuordnung im Bereich der Verlust bringenden Mobiltelefone will Philips 300 Millionen Euro bereitstellen. Diese Summe, die im zweiten oder dritten Quartal fällig werden soll, komme zusätzlich zu früher angekündigten Kosten zur Umstrukturierung bei Komponenten und Verbrauchs-Elektronik (350 Millionen Euro) sowie bei Halbleitern (90 Millionen Euro).