Handyriesen Weniger Wachstum erwartet
Frankfurt am Main - Beim weltgrößten Mobiltelefon-Hersteller Nokia tippen die Experten auf einen nahezu unveränderten Vorsteuergewinn von 1,34 Milliarden Euro (Vorjahr 1,33 Milliarden Euro). Bei der Nummer drei der Handyproduzenten, Ericsson, gehen sie von einem Verlust in Höhe von rund 560 Millionen Euro aus. Demgegenüber steht ein Vorjahresgewinn von 670 Millionen Euro.
Bei Nokia erwarten die Analysten einen Umsatz von durchschnittlich 7,88 Milliarden Euro (Vorjahr 6,54 Millionen). Das entspricht der von Nokia vor kurzem gesenkten Wachstumsprognose von rund 20 Prozent. Das finnische Telekomunternehmen hatte Ende März den Abbau von bis zu 400 Arbeitsplätzen und eine Veränderung der Organisationsstruktur in seiner Netzwerksparte angekündigt. Als maßgeblichen Grund hatte das Unternehmen den harten Wettbewerb in den USA genannt. Ericsson wird beim Umsatz einen Rückgang von rund 3,6 Prozent auf 6,38 Milliarden Euro (Vorjahr 6,52 Milliarden Euro) aufweisen, schätzen die Analysten. Für das Gesamtjahr 2001 wird dagegen ein rund fünfprozentiger Umsatzanstieg auf 31,87 Milliarden Euro erwartet. In der Verlustschätzung der Analysten für das Quartal ist nicht der Verkaufserlös in Höhe von 610 Millionen Euro enthalten, die Ericsson durch die Trennung von seiner Beteiligung am Netzwerkausrüster Juniper eingenommen hat.
Im Gesamtjahr wird Ericsson den Analysten zufolge einen rund 80-prozentigen Einbruch des Vorsteuergewinns auf rund 660 Millionen Euro verbuchen. Die Schweden hatten auf Grund der konjunkturellen Abkühlung im März ein Kostensenkungsprogramm angekündigt, wonach ab 2002 rund 2,26 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden sollen. Medienberichten zufolge will der schwedische Technologiekonzern zusätzlich zu den bereits angekündigten 3300 Stellenstreichungen weitere 6000 Arbeitsplätze abbauen. Innerhalb der Belegschaft kursieren sogar Gerüchte, dass bis zu 30.000 Jobs auf der Kippe stehen.