Handystrahlung: Milliardenklage gegen Vodafone - DER SPIEGEL
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Handystrahlung Milliardenklage gegen Vodafone

Ein amerikanischer Staranwalt, der bereits die US-Tabakindustrie um Milliarden erleichtert hat, greift jetzt die Mobilfunkriesen an. Der Vorwurf: Handys verursachen Krebs.
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London - Der US-Anwalt Peter Angelos bereitet eine Klage gegen Verizon Wireless und andere Mobilfunkanbieter vor, berichtete die Londoner "Times" am Donnerstag. Verizon, ein britisch-amerikanisches Joint Venture von Vodafone und Bell Atlantic, ist mit 26 Millionen Kunden der größte Mobilfunkanbieter der USA.

Angelos vertritt zehn US-Bürger mit Hirntumoren, die ihre Krankheit auf Handystrahlen zurückführen. Der geforderte Schadenersatz könnte sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen. Darin enthalten sind Schmerzensgeld für die Patienten, Ausgleich für durch die Krankheit erlittene Gehaltseinbußen, Unterstützung für die Hinterbliebenen sowie Strafzahlungen. Es handele sich um "den größten juristischen Angriff gegen die Mobilfunkindustrie", schreibt die "Times".

Vodafone beeilte sich, den Bericht zu dementieren. Man wisse von keiner Klage, weder in den USA noch sonst wo in der Welt, sagte ein Sprecher. Im Übrigen sei der Zusammenhang von Handystrahlen und Krebs nicht wissenschaftlich bewiesen.

Angelos plant, die ersten beiden Klagen noch vor März einzureichen, die restlichen innerhalb des nächsten Jahres, sagte ein Anwalt aus seiner Kanzlei. Geklagt würde in den Bundesstaaten Kalifornien, Kentucky und Maryland.

Bekannt geworden ist Angelos vor allem mit dem Erfolg über die großen amerikanischen Zigarettenhersteller, die in Maryland zur Zahlung von 4,2 Milliarden Dollar verurteilt wurden. Eine Milliarde davon blieb in Angelos' Kanzlei, der mit seinen Einnahmen unter anderem das Baseballteam Baltimore Orioles kaufte.