Hartz-IV-Streit: Hundt wirft Schröder Wortbruch vor - DER SPIEGEL
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Hartz-IV-Streit Hundt wirft Schröder Wortbruch vor

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat der Bundesregierung vorgeworfen, ihre Zusagen zur Betreuung jugendlicher Langzeitarbeitsloser nicht eingehalten zu haben. Deren Behandlung durch die Arbeitsagenturen sei nach Einführung von Hartz IV nicht besser, sondern noch schlechter geworden.
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Chemnitz - Es sei fest geplant gewesen, dass bereits zu Beginn des Jahres 2005 ein Verhältnis von Vermittlern und Jugendlichen von 1:75 erreicht werden sollte, zitierte die Chemnitzer "Freie Presse" Hundt. "Das ist bisher nicht eingetreten."

Tatsächlich sei die Betreuung Anfang Februar etwa 50 Prozent schlechter gewesen als mit der Hartz-IV-Reform zugesichert. Dazu, wie sie das Betreuungsverhältnis verbessern wolle, habe sich die Bundesregierung bislang nicht geäußert, kritisierte der Arbeitgeberpräsident. Gleichzeitig warnte er davor, Personalumschichtungen auf Kosten der erwachsenen arbeitslosen Hilfeempfänger vorzunehmen.

Hundt kritisierte, die Nürnberger Agentur sei insgesamt überlastet. Hartz IV binde zu viel Personal für reine Verwaltungsaufgaben, was zu einer Vernachlässigung der Kernaufgabe Jobvermittlung führe. Zwar schafften die Hartz-Reformen keine neuen Arbeitsplätze, zitierte die Zeitung den Arbeitgeberpräsidenten weiter. Mit einer perfekten Vermittlung könnte der Bestand an Arbeitslosen jedoch um bis zu 400.000 abgebaut werden.