Haushalt: Staatsschulden wachsen um 5,8 Prozent - DER SPIEGEL
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Haushalt Staatsschulden wachsen um 5,8 Prozent

Die Staatsverschuldung in Deutschland ist zum Jahresende 2003 wieder kräftig gestiegen. Insgesamt weisen die öffentlichen Haushalte 1,325 Billionen Euro an Verbindlichkeiten aus.
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Wiesbaden - Im Vergleich zum Vorjahr sei die Verschuldung um 5,8 Prozent oder 72,4 Milliarden Euro gewachsen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Am höchsten ist der Bund verschuldet; auf ihn entfallen 56,5 Prozent der Staatsschulden. Beim Bund und seinen Sondervermögen erhöhten sich die Schulden um 5,2 Prozent auf 40,7 Milliarden Euro. Bei den Ländern, die knapp 32 Prozent der Gesamtschulden ausweisen, betrug der Anstieg 7,8 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro. Gemeinden und Gemeindeverbände verzeichneten mit 1,9 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro die geringste Aufnahme an Neuschulden.

Seit Januar 2004 steigen die Staatsschulden mit 2186 Euro pro Sekunde und werden am Ende des Jahres die Höhe von 1.399.088.061.230 Euro erreicht haben.

Wie hoch die Gesamtschulden des Staates sind, veranschaulicht eine Beispielrechnung des Bundes der Steuerzahler: Würden ab sofort keine Schulden mehr aufgenommen und würde die öffentliche Hand gesetzlich verpflichtet, jeden Monat eine Milliarde Euro an Schulden zu tilgen, so würde dieser Prozess mehr als 110 Jahre lang andauern müssen, um den Schuldenberg vollständig abzutragen.