Hausratversicherung Richtiger Schutz fürs Mobiliar
Je nach Tarif kann eine Hausratsversicherung bei einer Versicherungssumme von beispielsweise 55.000 Euro zwischen 37 Euro und 375 Euro pro Jahr kosten. Dabei spielt eine Rolle, ob die Wohnung in ländlich friedlichen Gebieten oder in einem sogenannten städtischen Hochrisikogebiet liegt. Außerdem variieren die Kosten auch nach dem Wert der Einrichtung. Die Hausratversicherung springt ein, wenn ein Brand die Wohnungseinrichtung zerstört, Einbrecher zuschlagen oder ein Wasserschaden den Teppichboden und die Möbel ruiniert.
Versicherer verkaufen Hausratpolicen gern als unerlässlichen Grundschutz. Sie werben mit Sprüchen wie: "Das Wichtigste ist Ihr Zuhause". Dennoch gilt: Wirklich wichtig ist die Hausratversicherung nur für Menschen ohne oder mit nur geringen Rücklagen oder bei sehr wertvollem Hausrat. Wer genug Geld hat, um im Ernstfall eine ausreichende Wohnungseinrichtung neu zu beschaffen, kann sich die Hausratversicherung sparen.
Wichtig ist vor allem die Wahl der richtigen Versicherungssumme. Wenn der Wert der Wohnungseinrichtung höher ist als die Versicherungssumme, ersetzt die Versicherung auch bei geringen Schäden den Wert der Einrichtung immer nur anteilig. Beispiel: Die Wohnungseinrichtung hat einen Wert von 55.000 Euro, die Hausratversicherung lautet auf 44.000 Euro. Wenn wegen eines Wasserschadens der Wohnzimmerteppich für 2.000 Euro zu ersetzen ist, zahlt die Versicherung wegen der Unterversicherung nur 1.600 Euro.
Komfortabler Schutz
Wenn die Wohnungseinrichtung durch einen Brand oder einen Wasserschaden zerstört wird und die Versicherungssumme stimmt, ist der Schutz allerdings komfortabel: Für alle zerstörten Gegenstände wird der Neuwert ersetzt. Wenn eine Reparatur ausreicht, kommt die Versicherung für die Kosten auf und gleicht zusätzlich einen etwaigen Wertverlust aus. Hinzu kommen je nach Police noch Extraleistungen wie der Ersatz von Unterbringungskosten, wenn die Wohnung nicht benutzbar ist, und Unterstützung bei der Organisation von Aufräumarbeiten und Ersatzbeschaffung.
Genau aufpassen müssen dagegen Fahrradbesitzer beim Abschluss einer Hausratversicherung. Bei den meisten Policen sind Fahrräder nur versichert, wenn sie hinter verschlossenen Türen in Wohnung, Keller oder Garage stehen. Nur bei 31 von 105 Tarifen ist auch der Schutz für draußen schon mit drin. Bei den meisten Versicherern ist dafür ein bis zu 143 Euro teurer Zuschlag fällig. Doch damit ist das Fahrrad nur tagsüber gut versichert, bei einem Diebstahl nachts zahlt die Versicherung nur, wenn der Eigentümer noch damit unterwegs war. Bei immerhin 24 Anbietern ist auch für Fahrräder rund um die Uhr Diebstahlschutz zu haben, die nachts draußen stehen. Doch die Sicherheit kostet: Die günstigsten Angebote mit Nachtschutz fürs Fahrrad kosten fast für alle Regionen in der FINANZtest-Untersuchung doppelt so viel wie die günstigsten Angebote ohne Fahrradschutz