HDW/Babcock Borsig: Lederer spricht von Rücktritt - DER SPIEGEL
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HDW/Babcock Borsig Lederer spricht von Rücktritt

Der ehemalige Chef des Industriekonzerns Babcock Borsig und derzeitige Vorstandsvorsitzende der Kieler Werftgruppe HDW, Klaus Lederer, zeigt erstmals Nerven. Er schloss einen Rücktritt von seinem Amt nicht mehr aus.
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Hamburg - "Ich klebe nicht an meinem Stuhl und weiß, wie sensibel das Rüstungsgeschäft ist. Wenn es ein Klima des Misstrauens gibt, das dem internationalen Geschäft der Werft schadet, bin ich bereit, meinen Posten aufzugeben", sagte Lederer gegenüber der "Bild"-Zeitung

Gleichzeitig räumte der Manager auch eigene Fehler ein: "Es war sicherlich falsch, sich von neuem HDW-Eigentümer One Equity Partners zum schnellen Wechsel nach Kiel überreden zu lassen. Sechs Monate länger und die Sanierung von Babcock hätte gelingen können."

Zu Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Duisburg, dass er die Zahlungsunfähigkeit von Babcock Borsig monatelang hinausgezögert habe, erklärte Lederer: "Am Ende wird sich herausstellen, dass diese Vorwürfe ausgemachter Blödsinn sind. Ich habe weder falsche Auskünfte zur Finanzsituation gegeben noch eine Zahlungsunfähigkeit verschwiegen. Wir haben wie viele Firmen Schulden vor uns hergeschoben, hätten aber zum fraglichen Zeitpunkt fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen können."