Heimwerker: Praktiker kauft Baumarkt Max Bahr - DER SPIEGEL
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Heimwerker Praktiker kauft Baumarkt Max Bahr

Im heiß umkämpften Markt der Heimwerkermärkte hat sich die Praktiker ein gutes Stück nach vorne gearbeitet. Die Ex-Metro-Tochter kauft den norddeutschen Konkurrenten Max Bahr.
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Kirkel - Ein entsprechender Vertrag sei in Hamburg unterzeichnet worden, teilte Praktiker heute im saarländischen Kirkel mit. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Beide Seiten hätten Stillschweigen vereinbart, sagte ein Sprecher. Die Immobilien von Max Bahr übernimmt Praktiker nicht. Diese gingen an die Moor Park Holdings Luxembourg, teilte Praktiker mit.

Über einen Verkauf durch die Bahr-Eigentümerfamilie Möhrle war bereis in der Vergangenheit spekuliert worden. Das "Handelsblatt" hatte am Montag berichtet, neben Praktiker hätten sich auch Obi und das Beteiligungsunternehmen Permira für Max Bahr interessiert. Der Wert der Märkte inklusive Immobilien und der Übernahme von Verbindlichkeiten läge zwischen einer und eineinhalb Milliarden Euro.

Derzeit betreibt Praktiker in Deutschland 275 Märkte mit mehr als 10.000 Beschäftigten und erzielte im vergangenen Jahr einen Nettoumsatz von knapp 2,3 Milliarden Euro. Das 1879 in Hamburg gegründete hanseatische Traditionsunternehmen Max Bahr erwirtschaftete mit seinen 77 Filialen und knapp 3200 Mitarbeitern einen Umsatz von 700 Millionen Euro. Von der Verkaufsfläche ist Praktiker in Deutschland mit 1,5 Millionen Quadratmetern rund dreimal so groß.

"Mit der Übernahme des operativen Geschäfts von Max Bahr erwerben wir ein gut geführtes Unternehmen, das uns hilft, unsere Marktposition weiter auszubauen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding, Wolfgang Werner. Praktiker will künftig in Deutschland eine Zwei-Marken-Strategie betreiben. Während die Praktiker-Baumärkte "preisaggressiv und discount-orientiert" sein sollen, werde Max Bahr als "service-orientierte Premiummarke" weitergeführt.

Praktiker erwartet durch die Übernahme eine Verbesserung des Ergebnisses. "Wir rechnen damit, dass die Max-Bahr-Akquisition nachhaltig, aber auch schon im ersten vollen Geschäftsjahr, einen positiven Beitrag zum Ergebnis leisten wird", sagte Werner.

Verbesserungspotenziale sehe er vor allem in der Beschaffung, der Logistik und der Verwaltung. Die Übernahme stehe noch unter dem Vorbehalt einer Freigabe durch das Bundeskartellamt. Die Praktiker-Aktie legte nach der Mitteilung zu Max Bahr deutlich zu.

mik/ddp/Reuters/dpa-AFX

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