Henkel: Job-Abbau trotz Umsatzsteigerung - DER SPIEGEL
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Henkel Job-Abbau trotz Umsatzsteigerung

Das Geschäft mit Klebstoffen, Waschmitteln und Shampoo hat dem Konsumgüter-Konzern Henkel schon einmal mehr Freude bereitet. Im letzten Quartal hat er zwar mehr verkauft, aber deutlich weniger Gewinne verbucht. Nun sollen bis zu 3000 Arbeitsplätze wegfallen.
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Heidelberg - Nicht profitable Teilgeschäfte sollen saniert oder aufgegeben werden, teilte der Konzern am Montag mit. Konkrete Angaben machte das Unternehmen dabei aber nicht. Den früheren Aussagen der Geschäftsführung zufolge haben vor allem einige Henkel-Aktivitäten in den USA und Asien bisher nicht die Gewinnerwartungen erfüllt.

Das neue, weltweite Restrukturierungsprogramm sieht auch den Abbau von bis zu fünf Prozent der weltweit 60.400 Stellen vor. Von Stellenstreichung und Kapazitätsabbau erhofft sich der Konzern jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 130 Millionen Euro. Die Kosten der Restrukturierung werden den Angaben zufolge auf 300 Millionen Euro in den Jahren 2002 und 2003 geschätzt.

Dem geplanten Verkauf der Chemiesparte Cognis stünde "nichts mehr im Wege", gab das Unternehmen weiter bekannt. Das Geschäft solle bis Ende November abgeschlossen sein. Den Verkaufspreis hat Henkel "angesichts der weltwirtschaftlichen Situation" um 100 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro gesenkt.

Bereits Mitte September hatte Henkel einen Vertrag zum Verkauf der ausgegliederten Chemiesparte an die Investorengemeinschaft Permira (vormals Schroder Ventures Europe), GS Capital Partners und Schroder Ventures Life Sciences unterschrieben. Die Investoren hätten ihr bis zum 11. November zugestandenes Rücktrittsrecht nicht in Anspruch genommen, hieß es

Seinen Umsatz hat der Konsumgüterkonzern im abgelaufenen, dritten Quartal um 2,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro steigern können. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging jedoch im Berichtszeitraum um 10,7 Prozent auf 216 Millionen Euro zurück.

Der Überschuss sackte auf 105 Millionen Euro nach 114 Millionen Euro im Vorjahr. Damit lag der Konzern zum Teil noch unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem Umsatz und einem Gewinn auf Vorjahresniveau gerechnet hatten.

Im gesamten Jahr erwartet Henkel einen Rückgang des Betriebsergebnisses um "etwa 5 bis 7 Prozent". Dabei werde der Jahresüberschuss und der Gewinn je Aktie "leicht unter Vorjahresniveau" liegen. Ein Ausblick auf das vierte Quartal sei "außerordentlich schwierig", hieß es.