Herzkreislauf-Risiko Pfizer-Medikament unter Verdacht
New York - Das in einer Studie entdeckte Herzkreislauf-Risiko sei unerwartet aufgetreten, erklärte Pfizer . Konzernchef Hank McKinnell wies allerdings darauf hin, dass eine weitere Untersuchung keine erhöhten Risiken aufgewiesen habe. Bisher hatte Pfizer immer unterstrichen, dass Studien zu Celebrex kein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen gezeigt hätten.
Pfizer hat mit Bextra, das als Nachfolgeprodukt zu Celebrex gehandelt wird, 2003 einen Umsatz von 687 Millionen Dollar verbucht. Das Arthritismedikament Celebrex selbst spülte Pfizer im selben Zeitraum 1,883 Milliarden Dollar in die Kassen.
Celebrex ist mit Vioxx verwandt
Celebrex gehört zu einer speziellen Gruppe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln, so genannten Cox-2-Hemmern. Zu dieser Klasse gehört auch das Arthritis-Mittel Vioxx, das der Pharmakonzern Merck & Co wegen dramatischer Nebenwirkungen wie Herzinfarkten im September vom Markt genommen hatte. Nun wachsen die Zweifel an der gesamten Wirkstoffklasse weiter.
In jüngster Zeit hatten sich die Warnungen vor bestimmten Rheumamitteln verstärkt. "Hier handelt es sich nicht um Nebenwirkungen nur eines Rheumamittels, sondern um einen Klasseneffekt, der die gesamte Wirkstoffklasse der Coxibe betrifft", sagte Mitte November Professor Bruno Müller-Oerlinghausen, Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.