Hewlett-Packard: Doppelt so schnell wie Dell - DER SPIEGEL
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Hewlett-Packard Doppelt so schnell wie Dell

Die Fusion zwischen HP und Compaq zahlt sich aus. Der US-Computer- und Druckerhersteller verdient wieder mehr und hängt in einigen Sparten sogar den Branchenprimus Dell ab.
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San Francisco - Hewlett-Packard (HP)   hat im ersten Geschäftsquartal ein Gewinnwachstum von 30 Prozent gemeldet. Dabei sind die Umsätze bei Personalcomputern schon im zweiten Quartal in Folge doppelt so schnell gewachsen wie beim Konkurrenten Dell  .

Das Ergebnis gilt als Bestätigung für die mit viel Skepsis bedachte Übernahme des PC-Herstellers Compaq durch HP im Jahr 2002. Kritiker hatten befürchtet, dass dieser Geschäftsbereich Probleme haben werde, wettbewerbsfähig zu sein. "Ich würde sagen, die Fusion hat sich alles in allem gelohnt, und sie haben sicherlich getan, was sie in Bezug auf Kostensenkungen angekündigt haben. Nun geht es darum, das Geschäft zu steigern, und ich denke, sie werden es tun", sagte Rose Papp von Roy Papp and Associates.

Im ersten Vierteljahr (bis Ende Januar) sei der Reingewinn nach Unternehmensangaben auf 936 Millionen Dollar oder 30 Cent je Aktie gestiegen nach 721 Millionen Dollar oder 24 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum, teilte das im kalifornischen Palo Alto ansässige Unternehmen am Donnerstag weiter mit. Der Umsatz stieg demnach um neun Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar von 17,9 Milliarden Dollar. Dabei wirkten sich vor allem Währungseffekte positiv aus. Ohne diese lag das Umsatzwachstum bei einem Prozent.

"Die PCs zeigten sich besser als erwartet"

Angetrieben wurde die Umsatzsteigerung vor allem vom PC-Geschäft, das um 20 Prozent auf 6,19 Milliarden Dollar zulegte. "Die PCs zeigten sich besser als erwartet", lautete daher auch das Resümee von Alan Loewenstein, Fondsmanager des John Hancock Technology Fonds. Enttäuscht zeigten sich Analysten vom Geschäft mit Druckerzubehör, wo der Umsatz um acht Prozent stieg. Es sei aber noch unklar, ob es sich dabei um einen generellen Nachfragerückgang handele oder lediglich um Veränderungen bei den Lagerbeständen, sagte ein Analyst.

Der operative Gewinn des Unternehmens stieg im Jahresvergleich von 33 Millionen auf 66 Millionen Dollar. Vor Sonderposten bezifferte HP den Quartalsgewinn mit 1,08 Milliarden Dollar oder 35 Cent je Aktie nach 877 Millionen Dollar oder 29 Cent je Aktie im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 35 Cent Gewinn je Aktie gerechnet bei einem Umsatz von 19,4 Milliarden Dollar.

Für das laufende zweite Quartal kündigte HP einen Umsatz von 19,2 Milliarden bis 19,6 Milliarden Dollar an. Der Gewinn je Aktie vor Sonderposten werde voraussichtlich bei 34 Cent je Aktie liegen. Dies entspricht der Gewinnerwartung von Analysten.

Der Kurs der HP-Aktie stieg um 1,5 Prozent auf 23,86 Dollar, fiel im nachbörslichen Handel aber wieder auf 23,68 Dollar. In diesem Jahr sind die HP-Titel um 3,9 Prozent gestiegen, blieben damit jedoch hinter dem Computer-Hardware-Index der American Stock Exchange zurück, der seither sieben Prozent zugelegt hat.