Hewlett-Packard: Konzern-Chefin degradiert 3000 Manager - DER SPIEGEL
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Hewlett-Packard Konzern-Chefin degradiert 3000 Manager

Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina sucht verzweifelt nach Wegen, um ihren Laden wieder in Schwung zu bringen. Jetzt will sie 3000 Managerstellen streichen.
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Palo Alto - Eine Sprecherin der deutschen Hewlett-Packard-Tochter sagte, die betroffenen Manager würden nicht entlassen, sondern lediglich ihre Führungsaufgaben verlieren. "Wir haben zu viele Manager gemessen an der Anzahl unserer Mitarbeiter", sagte die Sprecherin. Die Hierarchie solle weiter ausgedünnt werden.

Wie viele Arbeitsplätze in Deutschland von der Maßnahme betroffen seien, stehe noch nicht fest. Allerdings gebe es weiterhin offene Stellen. HP werde daher in diesem Jahr in Deutschland 200 neue Mitarbeiter einstellen. Zu Entwicklung des Inlandsgeschäfts im zweiten Quartal wollte die Sprecherin keine Angaben machen.

Das Unternehmen hatte am Mittwoch eine Gewinn- und Umsatzwarnung für das am 30. April auslaufende zweite Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 bekannt gegeben. Hewlett-Packard erwartet wegen der rasch sinkenden Ausgaben der Verbraucher für Informationstechnologie (IT) im laufenden zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal und dem Vergleichsquartal des Vorjahres einen Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent.

Der Gewinn im zweiten Quartal dürfte nach der Prognose des Unternehmens 13 Cent bis 17 Cent je Aktie betragen. Darin seien Inventar- und Kapazitätsabschreibungen von umgerechnet 331 Millionen Mark berücksichtigt.

Für das dritte Quartal gehen die Planungen von stagnierenden Umsätzen verglichen mit dem zweiten Quartal und dem Vergleichsquartal des Vorjahres sowie von steigenden Bruttomargen aus. Die US-Konjunkturflaute im Konsumentenbereich dehne sich jetzt auch auf andere Regionen aus, vor allem auf Europa, erklärte die Konzernchefin Carly Fiorina. "Die jüngsten europäischen PC-Markt-Daten weisen darauf hin, dass die Abschwächung in Europa den gleichen Trend widerspiegelt, den wir in den USA gesehen haben".

Trotz des schwierigen globalen Klimas sieht die Unternehmenschefin im Geschäft mit den Unternehmen eine leichte Besserung. Die Umsätze dürften in diesem Bereich gegenüber den vorangegangenen drei Monaten stagnieren oder leicht zulegen.