Steuern, Bildung, Infrastruktur So will Clinton die Wirtschaft ankurbeln
Hillary Clinton (Archivfoto)
Foto: Aaron Josefczyk / REUTERSIn einer Rede im US-Bundesstaat Michigan hat die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton die Eckpunkte ihrer Wirtschaftspolitik vorgestellt. Sie erklärte gut bezahlte Jobs, Steuervereinfachungen für kleine Betriebe und öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung zu ihren Zielen.
Sie wolle Arbeitsplätze bei der Erneuerung von Brücken und Straßen schaffen, sagte Clinton. Ihr Programm sehe ferner Investitionen in Schulen, die Wasserversorgung und erneuerbare Energien vor.
Clinton sprach sich ferner gegen das Handelsabkommen TPP aus: "Ich bin jetzt dagegen, ich werde es nach der Wahl bekämpfen und ich werde es bekämpfen, wenn ich Präsidentin bin", sagte die Kandidatin der Demokraten. Mit dem Abkommen wollen die USA ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit elf weiteren Pazifik-Ländern regeln.
Die Demokratin attackierte wiederholt das Wirtschaftsprogramm ihres republikanischen Konkurrenten Donald Trump. Dessen Steuerplan sehe vor allem Vorteile für große Unternehmen - insbesondere auch Trumps eigene Firmen - vor. Sie sprach von einem "Trump-Schlupfloch" im Wirtschaftsplan ihres Rivalen. Trump selbst würde "einen niedrigeren Steuersatz zahlen als Millionen von Familien aus der Mittelschicht".
Trump hatte schon am Montag sein Wirtschaftsprogramm vorgestellt. Es sieht Steuersenkungen und Deregulierung vor. Unternehmen sollen unter Trump höchstens 15 Prozent Steuern zahlen müssen - eine radikale Kürzung verglichen mit dem aktuellen Spitzensatz von 35 Prozent.
Die größte Überraschung in Trumps Programm: Der Spitzensatz bei der Einkommensteuer soll bei 33 Prozent liegen. Damit rückte Trump von seinem früheren Standpunkt ab: In republikanischen Vorwahlkampf hatte er noch einen Spitzensteuersatz von 25 Prozent gefordert.