Hintergrund: Was sind vinkulierte Namenssaktien? - DER SPIEGEL
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Hintergrund Was sind vinkulierte Namenssaktien?

Die Verhandlungen über Leo Kirchs Springer-Aktienpaket werden von der Tatsache erschwert, dass die Anteile des Hamburger Verlagshauses vinkuliert sind. SPIEGEL ONLINE erklärt, was das genau bedeutet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Über die Herausgabe vinkulierter Namensaktien behält ein Unternehmen seine Anteilseigner im Blick. Denn die Namensaktien, die den Namen des Inhabers des Wertpapiers tragen, werden im Aktienbuch eines Unternehmens geführt. Sind sie zudem "vinkuliert" (von vinculum, lateinisch für Band), muss die Aktiengesellschaft jedem Eigentümerwechsel zustimmen.

Dadurch kann sie sich davor schützen, dass sie "feindlich" von anderen Unternehmen übernommen wird. Börsennotierte Versicherungsgesellschaften wie die Allianz   haben die Form der Namensaktie gewählt und ebenso der Axel Springer Verlag. Um Wertpapiere ohne diesen Aufwand leicht handeln zu können, werden für die meisten Aktiengesellschaften Inhaberaktien ausgegeben. Wer sie besitzt, ist auch ihr Eigentümer und kann seine Anteile am Stammkapital jederzeit über die Börse verkaufen.