Höhere Beiträge Gesundheitsfonds schmälert Renten
Berlin - Das kommende Jahr fängt für Rentner in Deutschland nicht gut an: Wegen der Einführung des Gesundheitsfonds müssen gut 76 Prozent von ihnen höhere Krankenkassenbeiträge als bisher zahlen und verfügen somit über eine geringer Netto-Rente. Das schreibt die "Bild"-Zeitung und beruft sich dabei auf Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums.
Der künftige Einheitssatz für den Gesundheitsfonds von 15,5 Prozent liegt der Zeitung zufolge über ihrem bisherigen Beitrag der meisten Rentner. Da die Renten erst im kommenden Juli erhöht werden, erhalten die betroffenen Senioren dem Blatt zufolge in den ersten sechs Monaten 2009 weniger Netto-Rente. Insgesamt steige die Belastung der Rentner mit Krankenkassenbeiträgen um 500 Millionen Euro im Jahr.
Nach Berechnungen des Ministeriums zahlen laut "Bild"-Zeitung nur 23,8 Prozent der Rentner schon heute einen Beitragssatz von 15,5 Prozent oder mehr, weil sie in teuren Krankenkassen versichert sind. Für sie bleibe die Beitragsbelastung gleich oder sinke sogar. Am schlimmsten trifft es der Zeitung zufolge in der IKK Sachsen versicherte Rentner: Bei 1000 Euro Rente steigt der Beitrag pro Monat um 14 Euro.
cvk/AFP