Hoffnungssignal Geschäftsklima-Index legt überraschend zu
München - Der Geschäftsklimaindex sei von 95,2 Punkten im Vormonat auf 95,3 Punkte gestiegen, so das Münchner Institut. Die meisten Volkswirte hatten mit einen Rückgang unter 95 Punkte gerechnet.
Damit bewerteten die rund 7000 befragten Unternehmen ihre Geschäftsaussichten etwas günstiger als im Vormonat. "Die Konjunktur läuft weiterhin, aber die Dynamik früherer Aufschwünge fehlt", erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn. "Die Beschäftigungserwartungen sind immer noch schlecht."
Exportbranche hofft wieder
Wermutstropfen: Der Teilindex zur Einschätzung der aktuellen Lage gab leicht auf 94,7 von 94,8 Punkten nach. Der Teilindex zu den Geschäftserwartungen kletterte dagegen auf 95,9 von 95,7 Punkten. Dem ifo zufolge verbesserten sich in der Industrie die Exporterwartungen nach dem Rückgang im Vormonat wieder. Im verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel trübten sich dem Institut zufolge die Geschäftserwartungen ein. Dagegen hätten Baugewerbe und Einzelhandel etwas weniger skeptisch in die Zukunft geblickt.
Die Mehrzahl der Ökonomen geht davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr auch wegen der geringeren Zahl an Arbeitstagen auf etwa 1,5 Prozent von knapp 2 Prozent in diesem Jahr abschwächt. Allerdings befürchtet eine zunehmende Zahl an Experten, dass der von Rekord zu Rekord eilende Ölpreis die Wirtschaftserholung stärker belastet oder gar ganz abwürgt.