Hohe Preise Handel fürchtet um Weihnachtsgeschäft
Düsseldorf - HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth bekräftigte am Mittwoch in Düsseldorf seine bereits im Juli heruntergeschraubte Jahresprognose. Danach geht der Verband von einem nominalen Umsatzplus von 1,5 Prozent aus. Preisbereinigt (real) bedeute dies ein Minus von einem Prozent, erklärte Genth.
Die Umsatzerwartungen der Unternehmen hätten sich zudem für das zweite Halbjahr mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft "deutlich eingetrübt". Nur noch ein Viertel der befragten Händler rechne mit einem Umsatzplus. 2007 hatte noch ein optimistischer Ausblick überwogen.
Völlig unklar seien zudem die Auswirkungen der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten auf die deutsche Wirtschaft, fügte Genth hinzu. "Alles hängt von der Stimmung der Verbraucher ab."
Die Preisentwicklung spiele für sie aber wohl eine größere Rolle als der Zusammenbruch amerikanischer Investmentbanken. Bei der Teuerung hofft der HDE nun auf Besserung. Der Verband geht von einem Abflauen der Inflation zum Jahresende aus.
Der HDE klagt seit Monaten über explodierende Energie- und Lebensmittelpreise, die den Kunden Kaufkraft entziehen und die Branche belasten. In diesem Jahr hatten bereits die Ketten SinnLeffers, Wehmeyer und Hertie Insolvenz müssen. Entscheidungen über ihre Zukunft sollen im Herbst fallen.
mik/Reuters