Hohe Risiken: Commerzbank hat Kreditkrise unterschätzt - DER SPIEGEL
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Hohe Risiken Commerzbank hat Kreditkrise unterschätzt

Unangenehme Überraschung von der Commerzbank: Der Chef des Geldhauses hat eingeräumt, dass es von der Krise am US-Hypothekenmarkt stärker betroffen ist als bislang bekannt. Aktien der Bank rutschen vorbörslich ab.
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Frankfurt am Main – Bei Lang & Schwarz wurde der Kurs der Aktie vor Eröffnung des regulären Handels mit 29,26 Euro angegeben – ein Minus von 2,94 zum Schlusskurs am Freitag. Marktteilnehmer reagierten negativ auf Aussagen des Institutschefs Klaus-Peter Müller.

Der hatte in der "Financial Times Deutschland" eingeräumt, die Krise am US-Hypothekenmarkt sei in ihren Auswirkungen auf die Commerzbank   bisher unterschätzt worden. "Die Commerzbank ist mit 1,2 Milliarden Euro im Subprime-Sektor investiert", sagte Müller. "Die bisher angekündigten Abschreibungen von 80 Millionen Euro spiegeln den Informationsstand von Anfang Juli wider. Das wird nicht reichen."

Allerdings blieben die Prognosen der Bank davon unberührt, betonte der Commerzbank-Chef. "Was notwendig ist, werden wir tun und wir können es uns auch leisten."

Müller warnte zugleich, dass das volle Ausmaß der Marktturbulenzen derzeit noch nicht abzuschätzen sei. "Die Tatsache, dass sich noch immer nicht alle Banken erklärt haben, trägt zur weiteren Unsicherheit des Marktes bei."

Ein Händler an der Frankfurter Börse zeigte sich enttäuscht über die Informationspolitik der Bank: "Das führt zu einem Vertrauensverlust, denn bisher hat die Bank ihre früheren Angaben immer bestätigt, nun muss sie zurückrudern."

itz/dpa-AFX/AFP