Hohe Verluste: Medion fällt tief - DER SPIEGEL
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Hohe Verluste Medion fällt tief

Der Elektronikgroßhändler und Aldi-Zulieferer Medion hat erneut seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten geschraubt. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen deutlichen Verlust. Die Aktie taucht ab.
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Essen - Die Aktien des Elektronikherstellers sind deutlich eingebrochen. Gegen 12 Uhr Uhr büßte der Titel 12,90 Prozent auf 7,63 Euro ein und war damit schwächster Wert im SDax  . Zeitweise war die Aktie zu einen Preis von 7,15 Euro zu haben. Der Index der kleinen Werte stieg zeitgleich um 0,19 Prozent auf 4940 Zähler.

Der Aldi-Lieferant hatte zuvor bekannt gegeben, für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust nach Steuern von 45 Millionen bis 60 Millionen Euro zu erwarten. Wie das Unternehmen in Essen mitteilte, werde der Umsatz voraussichtlich von zuletzt 2,5 Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden bis 1,7 Milliarden Euro sinken.

Die insbesondere durch den Handel mit Laptops bekannt gewordene Firma hatte bisher zwei Milliarden Euro Umsatz für 2006 geplant. Besonders eine einmalige Rückstellung von 80 bis 90 Millionen Euro belaste das Ergebnis. Diese resultiere aus einer Abschreibung auf Altbestände sowie eine erhöhte Risikovorsorge.

Hauptgrund für die negativen Erwartungen bei Ergebnis und Umsatz sei der Preisverfall im IT- und Multimediamarkt, erklärte das Unternehmen. Die Unsicherheit über die weitere Nachfrage habe zu einem vorsichtigeren Orderverhalten der Großkunden geführt. Entlastung erhoffe Medion sich von einem Kostensenkungsprogramm, mit dem bis Jahresende bis zu 5 Millionen Euro eingespart werden sollten.

Diese erneute Gewinnwarnung werfe die Frage nach der langfristigen Rentabilität des Medion-Geschäftsmodells auf, so Analyst Jochen Rothenbacher von Equinet. Er will nun sowohl das bisherige Anlageurteil als auch das Kursziel der Aktie überarbeiten.

Auch die Experten von Kepler Equities verwiesen darauf, dass dies nun die zweite Gewinnwarnung in diesem Jahr sei. Sie hoben vor allem die Auftragseingänge der wichtigsten Kunden für das vierte Quartal hervor, die "sowohl mit Blick auf das Volumen als auch unter preislichen Aspekten als enttäuschend" seien.

itz/mm.de/dpa/Reuters

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