Holzmann: Sozialplan für 2700 Mitarbeiter - DER SPIEGEL
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Holzmann Sozialplan für 2700 Mitarbeiter

Unternehmensleitung und Betriebsrat des angeschlagenen Holzmann-Konzerns haben sich auf einen Sozialplan geeinigt. Danach sollen entlassene Mitarbeiter zunächst in einer Beschäftigungsgesellschaft unterkommen.
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Frankfurt am Main - Den gut 2700 von einer Entlassung bedrohten Mitarbeitern werde der Übergang in die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft "Mypegasus" angeboten, erklärte Holzmann am Dienstag. Die Mitarbeiter würden dort bis zu zwölf Monate beschäftigt beziehungsweise weitergebildet. In dieser Zeit erhielten die bei der Gesellschaft Angestellten 80 Prozent ihres früheren Nettoeinkommens, das sich aus Kurzarbeitergeld zuzüglich eines Aufstockungsbetrages von Holzmann zusammensetze. Der Konzern übernimmt auch die Sozialabgaben zu 80 Prozent.

Allen Mitarbeitern, die ihre Stelle im Zuge der Sanierung bei Holzmann verlieren, steht eine Abfindung zu. Sie werde durchschnittlich drei Bruttomonatsgehälter betragen, teilte das Unternehmen mit. Die von Kündigungen betroffenen Mitarbeiter, die nicht in die BQG eintreten, erhalten ihre betriebsbedingte Kündigung zum 31. Januar 2000.

Die Verhandlungen um den umstrittenen Sanierungsbeitrag der Holzmann-Mitarbeiter laufen derzeit noch. Sie sollen voraussichtlich bis zum 19. Januar in einem Tarifvertrag zwischen Holzmann und der IG Bau zu einem Abschluss gebracht werden, erklärte der Gesamtbetriebsratschef Jürgen Mahneke. Der Sanierungsbeitrag der Arbeitnehmer werde in erster Linie aus Mehrarbeit von bis zu fünf Stunden pro Woche bestehen, der zu einem späteren Zeitpunkt unter bestimmten Bedingungen an die Beschäftigten zurückerstattet werden soll.