Holzmann: Verlust übertrifft alle Erwartungen - DER SPIEGEL
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Holzmann Verlust übertrifft alle Erwartungen

Der Baukonzern Philipp Holzmann ist im vergangenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als bisher angenommen. Unter anderem seien die Banken dafür verantwortlich.
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Frankfurt am Main - Der Verlust im Konzern habe sich um gut die Hälfte von 100 Millionen auf 156 Millionen Mark erhöht, teilte Holzmann am Donnerstag in Frankfurt am Main mit.

Grund seien zusätzliche Rückstellungen für Steuern von 30 Millionen Mark, drohende Verluste von 16 Millionen Mark und sonstige bilanzielle Maßnahmen im Umfang von 10 Millionen Mark. Dennoch deute das operative Ergebnis auf eine wirtschaftliche Stabilisierung des Konzerns sowie auf eine "wesentlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit" hin, betonte Holzmann. Es sei zu berücksichtigen, dass der Konzern mit "äußerst schlechten Rahmenbedingungen auf dem Inlandsmarkt" zu kämpfen habe.

Als wesentliche Ursache für den höheren Jahresfehlbetrag bezeichnete das Unternehmen die unerwartet schlechte Baukonjunktur in Deutschland und deren Auswirkungen auf Ertrag, Leistung und Auftragseingang im Inland.

Ein weiterer wichtiger Grund sei das Ausbleiben von erwarteten Erträgen in Höhe von 100 Millionen Mark aus dem ursprünglich geplanten, angesichts unterschiedlicher Preisvorstellungen aber nicht durchgeführten Verkauf von Immobilien an die kreditgebenden Banken. Dadurch seien zudem im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingeplante zusätzliche Zinslasten von 50 Millionen Mark entstanden. Schließlich seien auch die Sanierungskosten wesentlich höher ausgefallen als geplant.