HP-Compaq: Der Erb-Feind ist raus - DER SPIEGEL
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HP-Compaq Der Erb-Feind ist raus

Gründersohn Walter Hewlett kämpft mit allen Mitteln gegen die Fusion von Hewlett-Packard mit Compaq. Der Verwaltungsrat hat ihn nun vor die Tür gesetzt.
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Palo Alto - In der neuen Wahlliste für das Aufsichtsgremium von Hewlett-Packard (HP)   fehlt sein Name. Walter Hewlett, Sohn des Firmengründers William, wird nicht mehr im Verwaltungsrat der Firma vertreten sein. Als Begründung nannte HP eine Klage des Gründersohnes. Dieser war vorige Woche vor Gericht gezogen, um noch über diesen Weg den Zusammenschluss mit Compaq zu verhindern.

Nach einer vorläufigen Stimmenauszählung von der Aktionärsversammlung wurde die größte Fusion der US-Computerindustrie mit knapper Mehrheit genehmigt. Hewlett beanstandete in seiner Klage, Firmenchefin Carly Fiorina und das HP-Management habe die Stimmen von Großaktionären wie die der Deutsche Bank   gekauft, um die Zustimmung zu der 19-Milliarden-Dollar-Fusion sicher zu stellen.

Walter Hewlett war 15 Jahre lang Mitglied des Verwaltungsrates des zweitgrößten amerikanischen Computerherstellers. In einer ersten Reaktion sagte er: "Ich denke, dass das HP-Board den Aktionären mit meinem Ausschluss einen schlechten Dienst erwiesen hat". Sam Ginn, ein Board-Mitglied, sieht die Schuld für den Rauswurf allein bei Hewlett. Der Gründersohn sei noch am 27. März für die Wiederwahl nominiert worden. Nur Stunden später habe er jedoch eine Klage gegen das eigene Unternehmen eingereicht. "Ich war schockiert, als ich das gehört habe", sagte Ginn.