HP-Compaq: Fiorina feiert Abstimmungssieg - DER SPIEGEL
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HP-Compaq Fiorina feiert Abstimmungssieg

HP-Chefin Carly Fiorina hat sich zur Siegerin im Kampf um die Fusion mit Compaq ausgerufen. Doch die Mehrheit für den Zusammenschluss ist nur knapp, und ihr Rivale Walter Hewlett will nicht aufgeben.
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Palo Alto - Die HP-Aktionäre votierten laut Unternehmensangaben mit 837,9 Millionen der Stimmen für die Fusion. Gegen den Zusammenschluss mit Compaq wurden 792,6 Millionen Stimmen gezählt. Die restlichen noch auszuzählenden Stimmen seien für den Ausgang der Entscheidung nicht mehr relevant, hieß es in einer Mitteilung nach US-Börsenschluss am Mittwoch.

HP-Chefin Carly Fiorina zeigte sich dankbar, dass die HP-Aktionäre mehrheitlich die Fusion unterstützten. HP wolle die schwierige Periode hinter sich bringen. Sie sehe dem neuen Unternehmen mit Spannung entgegen.

Walter Hewlett, der Sohn eines der beiden Firmengründer, hatte sich mit anderen Mitgliedern und Stiftungen der Hewlett- und Packard-Gründerfamilien gegen die Übernahme von Compaq durch HP stark gemacht. Er hatte stattdessen einen stärkeren Ausbau der Drucker- und anderer lukrativer HP-Sparten gefordert.

Die Stiftung William R. Hewlett Revocable Trust verwies am Mittwoch auf die "extrem enge Abstimmungsmarge". Es handele sich um vorläufige Ergebnisse, betonte sie. Beide Seiten hätten die Möglichkeit, die Stimmenauszählungen zu überprüfen und anzufechten, ehe sie endgültig seien. Außerdem sei eine Klage gegen HP vor einem Gericht in Delaware anhängig.

Hewlett und die Stiftung hatten HP verklagt. Der Klage zufolge habe das HP-Management die Deutsche Bank dazu bewegt, 17 Millionen Stimmen für die Fusion abzugeben, um nicht HP-Geschäfte zu verlieren. Das Verfahren soll am 23. April beginnen.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft und ein Büro der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC in San Francisco verlangen von HP außerdem weitere Informationen in Zusammenhang mit der Abstimmung. Die US-Behörden interessieren sich besonders für die Geschäftsbeziehungen zu der Deutsche Bank Asset Management und Northern Trust.